Ranking von Broadridge Diesen 10 Marken vertrauen Deutschlands Fondsanalysten

Fernglas mit Blick auf die Frankfurter Skyline: Welche Marken Fondsanalysten besonders im Blick haben, zeigt das jährliche Ranking von Broadridge.

Fernglas mit Blick auf die Frankfurter Skyline: Welche Marken Fondsanalysten besonders im Blick haben, zeigt das jährliche Ranking von Broadridge. Bildquelle: Imago Images / blickwinkel

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Platz 10: Xtrackers

Messestand von Xtrackers in Stuttgart

Messestand von Xtrackers in Stuttgart © Imago Images / Arnulf Hettrich

Blackrock bleibt die beliebteste Marke unter Europas Fondsselektoren – und der Vorsprung wächst. Das zeigt die neue Ausgabe der Studie Fund Brand 50, die Broadridge Financial Solutions heute veröffentlicht hat. Die Untersuchung zeigt, welche Asset-Management-Marken Fondsselektoren am attraktivsten finden. Seit 15 Jahren führt Broadridge diese Erhebung durch. 

Blackrock baut Vorsprung weltweit aus

Auf europäischer Ebene verteidigt Blackrock den ersten Platz – und baut seinen Vorsprung gegenüber J.P. Morgan Asset Management deutlich aus. Der US-Vermögensverwalter führt in vier Markenattributen, darunter Fachkompetenz und Solidität. Blackrock ist zudem in acht der zehn untersuchten europäischen Märkte die meistgenannte Marke. Die einzigen Ausnahmen bilden Frankreich, wo Amundi ganz oben steht, und Deutschland.

„J.P. Morgan AM stellt für Blackrock keine bedeutende Bedrohung mehr dar“, sagt Barbara Wall, EMEA-Direktorin für Daten und Analyse bei Broadridge. „Der Gesamtmarkenwert von J.P. Morgan AM ist um 48 Punkte gefallen – nach einem Anstieg von 755 Punkten im Jahr 2024.“

DWS nicht mehr in der Top-10 der europäischen Fondsselektoren 

Die größte Verschiebung im europäischen Ranking: Amundi rückt auf Platz vier vor, Pictet belegt nun den fünften Platz. Schroders verbessert sich auf Platz acht, UBS steigt neu in die Top 10 ein – auf Platz zehn. Schweizer Fondsselektoren honorieren laut Studie besonders das lokale Markenwissen von UBS. Die DWS, die im vergangenen Jahr erstmals in die Top 10 aufgestiegen ist, fällt damit wieder raus – in Deutschland dagegen klettert sie im Ranking nach oben.

Zehn Quartale in Folge verzeichnete DWS Abflüsse im aktiven Aktiengeschäft – erst in Q4/2025 kehrte der Mittelfluss ins Positive. Im Passivgeschäft lief es besser: Xtrackers, den Broadridge separat vom Mutterhaus führt, stieg europaweit von Platz 42 auf 33 – in Deutschland reicht es sogar für die Top 10. Fondsselektoren trennen die aktive Marke klar vom ETF-Arm. 

Fidelity hält Platz drei auf europäischer Ebene und punktet bei Selektoren vor allem für Konsistenz und Analysekompetenz. Die Passiv-Anbieter iShares und Vanguard bleiben auf den Plätzen sechs und sieben.

 

Zum zweiten Mal in Folge rutscht das Attribut Soziale Verantwortung/Nachhaltigkeit auf den letzten Platz der Bewertungskriterien. Manche Anbieter verloren laut Studie institutionelle Mandate, weil Selektoren ihre ESG-Ausrichtung als geschwächt wahrnehmen. Broadridge beschreibt das Phänomen als Greenhushing: Unternehmen zögern zunehmend, ihre Nachhaltigkeitsstrategie aktiv zu kommunizieren – aus Furcht vor politischen oder rechtlichen Angriffen.

Broadridge führt die FB50-Studie durch, indem Mitarbeiter mehr als 1.300 der wichtigsten Fondsselektoren und Gatekeeper in Europa, dem asiatisch-pazifischen Raum und den USA interviewen. Die Befragung läuft seit 15 Jahren – ein Jahr länger als noch im Vorjahr berichtet. Die Entscheidungsträger nennen ihre Top-3-Anbieter in zehn Markenattributen:

  1. Attraktive Anlagestrategie
  2. Kundenorientiertes Denken
  3. Fachkompetenz
  4. Beste Informationsbereitstellung
  5. Wichtiger internationaler Akteur
  6. Solidität
  7. Innovation/Marktanpassung
  8. Stabilität des Investmentmanagement-Teams
  9. Lokales Wissen
  10. Soziale Verantwortung/Nachhaltigkeit

Fachleute analysieren die Antworten statistisch und wandeln sie in einen Gesamtmarkenwert um, der die Grundlage für die Rangfolge bildet.

Aktive ETFs als heißes Thema

Auch das veränderte Anlageverhalten spiegelt sich im Ranking wider. Wer vom ETF-Boom profitiert, steigt auf: iShares und Vanguard halten ihre Top-10-Plätze, Wisdomtree und Vaneck haben sich im Gesamtranking der FB50 deutlich nach vorne gearbeitet – vor allem durch thematische ETF-Strategien rund um Europas Verteidigungssektor. 

Aktive ETFs waren 2025 das meistdiskutierte Produktthema. Das verwaltete Vermögen bleibt noch überschaubar, die Mittelzuflüsse gewinnen aber an Tempo. Selektoren suchen gezielt nach thematischen Strategien mit hoher Überzeugungskraft – und grenzen diese klar von indexnahen Ansätzen ab. Auch Anleihen erlebten ein starkes Jahr: Aktive flexible Strategien und kurzlaufende Papiere waren bei Fondsselektoren besonders gefragt. Daneben bauen immer mehr Asset Manager ihr Privatmarkt-Angebot aus – über Übernahmen oder Partnerschaften. Für Anbieter wird eine klare Positionierung in all diesen Bereichen zum entscheidenden Markenfaktor.


Die vollständige Studie finden Sie hier.

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