Bremer Kreditbank neuer Mehrheitsaktionär Behörden genehmigen Übernahme der OLB

Allianz am Ziel: Der Versicherer erhält für seinen Mehrheitsanteil 300 Millionen Euro.  | © Allianz

Allianz am Ziel: Der Versicherer erhält für seinen Mehrheitsanteil 300 Millionen Euro. Foto: Allianz

Die Bremer Kreditbank ist neuer Mehrheitsaktionär der Oldenburgischen Landesbank. Die BKB und der bisherige Mehrheitsaktionär der OLB, die Allianz, waren sich bereits im Juni vergangenen Jahres über den Kauf einig gewesen, nun erteilten die zuständigen Aufsichtsbehörden ihre Genehmigung. Der Kaufpreis beträgt 300 Millionen Euro.

Insgesamt hält die BKB an der OLB damit einen Anteil in Höhe von rund 95,3 Prozent – 90,2 Prozent kommen von der Allianz, der Rest entfällt auf Aktien privater Investoren und Belegschaftsaktionären, denen die BKB nach der Einigung ein Übernahmeangebot unterbreitet hatte.

Wie bereits angekündigt, sollen die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat der OLB vor dem Hintergrund der veränderten Eigentumsverhältnisse neu gewählt werden. Hierüber entscheidet die außerordentliche Hauptversammlung am 16. März 2018 in Oldenburg.

Die BKB erwirbt mit der OLB eine der größten privaten Regionalbanken Deutschlands mit Schwerpunkten im Firmenkunden- und Privatkundengeschäft. Das Bremer Institut selbst hat seinen Geschäftsschwerpunkt in der deutschlandweiten Betreuung mittelständischer Firmenkunden sowie im Bereich Akquisitionsfinanzierungen und gewerbliche Immobilienfinanzierungen.

Mit dem Zukauf des Bankhauses Neelmeyer im Jahr 2016 hat die BKB auch die Betreuung vermögender Privatkunden in den Mittelpunkt gerückt. Die OLB war Anfang vergangenen Jahres ins Wealth Management eingestiegen.

Hinter der BKB steht der US-Finanzinvestor Apollo Global Management. Der Investor, der sich auch am Bieterverfahren für die HSH Nordbank beteiligte, hatte die BKB 2014 übernommen.