Branchentreff der Vermögensverwalter Das war der 6. Münchner Vermögenstag der V-Bank

Jens Hagemann, Vorstandssprecher der V-Bank, bei seiner Eröffnungsrede des 6. Münchner Vermögenstags | © Anke Leuschke

Jens Hagemann, Vorstandssprecher der V-Bank, bei seiner Eröffnungsrede des 6. Münchner Vermögenstags Foto: Anke Leuschke

Die V-Bank hat zum 6. Münchner Vermögenstag geladen und gut 500 Vermögensverwalter, Vertreter von Family Offices und Finanzdienstleister kamen ins Hotel Leonardo Royal in München, um sich über Markt-, Produkt- und Vertriebstrends auszutauschen. Als Medienpartner war das private banking magazin vor Ort.

Hartwig Webersinke, Dekan an der Hochschule Aschaffenburg und Leiter des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV) präsentierte die Ergebnisse der 3. Vermögensverwalterumfrage. Demnach steht die Branche vor einer Herkules-Aufgabe: Transparenz, Regulierung und der Anschluss an die Erbengeneration. Gerade den kleinen Vermögensverwalter bereiten die Kosten durch die zunehmende Regulierung Schwierigkeiten.

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Aber es gab auch gute Nachrichten: Im Durchschnitt konnten die Vermögensverwalter ihren Kundenstamm ausbauen. Im Mittel haben Vermögensverwalter 250 Kunden – bei der Umfrage zuvor lag der Wert bei 200.
Auch das verwaltete Vermögen wuchs auf 130 Millionen Euro im Mittel an. Etwa die Hälfte der Befragten hatte einen Zuwachs von 3 bis 15 Prozent. Bei gut 27 Prozent legte das verwaltete Vermögen um mehr als 15 Prozent zu.

„Der Rückenwind durch Festgeldzinsen ist vorbei“

Ebenfalls kritisch zur Lage der Vermögensverwalterbranche äußerte sich Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege bei Flossbach von Storch. In seinem Vortrag beschäftigte er sich mit der Frage „Sind die fetten Jahre vorbei?“.  Dabei stellte er fest, dass der Rückenwind durch Festgeldzinsen dank der Nullzinspolitik nicht mehr existiert. Dadurch müssten Vermögensverwalter stärker in Aktien investieren, um noch Rendite zu erwirtschaften.

Sollte zudem Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, es schaffen die Inflation wieder an die 2 Prozent zu bringen, würde es für die Verwalter noch schwieriger werden, kapitalerhaltend zu wirtschaften.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Vortrag von Professor Eberhard Sandschneider, der das Publikum mit seiner Einschätzung über die zukünftige Entwicklung Chinas und den möglichen disruptiven Entwicklungen im Technologiesektor zur Diskussion anregte.