BofA Merrill Lynch Risikoappetit der Fondsmanager nimmt wieder zu

Aus der jüngsten Umfrage der BofA Merrill Lynch unter rund 200 Teilnehmern, die Vermögen von insgesamt 576 Milliarden US-Dollar verwalten, geht eine klare Kürzung der Cash-Positionen hervor: So gering wie aktuell war der Anteil derjenigen, die Barbestände übergewichten, zuletzt im Juli.

Stattdessen gewichten 43 Prozent der Befragten in ihrer Asset Allocation Aktien über. Das ist ein Anstieg um 17 Prozentpunkte gegenüber dem Stand im Oktober. Ein wichtiger Grund dafür ist die erwartete Stärke der weltwirtschaftlichen Erholung.



Infolgedessen rechnen nun rund vier von fünf Managern mit einer Abkehr von der Nullzinspolitik der amerikanischen Notenbank Mitte Dezember. Zum Vergleich: Im Oktober glaubte daran noch nicht einmal mehr jeder Zweite. Das drückt sich auch in einem stärker erwarteten Kurs des US-Dollars aus.

Japan und Euroland am beliebtesten

Und auch in Bezug auf Chinas Aussichten sind die Manager so optimistisch wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Der Pessimismus für alle weltweiten Schwellenländer hält sich jedoch hartnäckig: Ebenso wie Rohstoffe werden Anlagen in den Emerging Markets weiterhin untergewichtet.

Beliebt sind bei den Profianlegern aktuell Aktien aus Japan und der Eurozone. Letztere werden von der aktuellen Politik der Europäischen Zentralbank deutlich unterstützt. Ebenso übergewichtet werden von den Managern die Anlageklassen Immobilien und Alternative Investments.