Banque de Luxembourg Investments (BLI) hat einen Nachfolger für seinen Investmentchef organisiert. Fabrice Kremer wird zum 1. Januar 2027 neuer Chief Investment Officer (CIO) von BLI. Kremer tritt die Nachfolge von Guy Wagner an, der nach 40 Jahren in den Ruhestand geht. Wagner begleitet den Übergang noch bis Ende 2026.
Als CIO wird Kremer künftig die makroökonomischen Analysen von BLI leiten und den Fonds BL Global Flexible managen. Bei der Auswahl einzelner Wertpapiere wird er von Marc Erpelding, Head of Asset Management, sowie weiteren Mitgliedern des BLI-Managementteams unterstützt.
Kremer auch bereits zwei Jahrzehnte im Unternehmen
Der 43-jährige Kremer ist kein Unbekannter im Haus, sondern ebenfalls bereits seit 20 Jahren dort: Kremer kam 2006 zur Multi-Manager-Abteilung von BLI und leitet seit 2013 den Multi-Manager-Dachfonds BL Fund Selection 0-50. Zudem koordiniert Kremer seit mehr als fünf Jahren den BLI-Allokationsausschuss. Kremer hat unter anderem einen Master in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Metz.
Auf der Ebene der Banque de Luxembourg ändert sich der Mitteilung zufolge nichts: Damien Petit bleibt dort weiterhin Chief Investment Officer der Bank und verantwortet somit deren globale Anlagestrategie, die zugleich als Leitlinie für die Asset Allocation in den Kundenportfolios dient.
Petit leitet außerdem das Team Private Banking Investments sowie das belgische, französische und internationale Team der Bank. Der CFA verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Vermögensverwaltung, davon gut zehn Jahre bei der Banque de Luxembourg.
Kremer und Petit sollen als Team funktionieren
Die beiden Rollen bleiben damit klar getrennt: Kremer verantwortet die Analysen und Multimanagement-Portfolios von BLI, Petit die globale Anlagestrategie der Bank. Laut Mitteilung arbeiten beide eng zusammen und tauschen ihre Anlageüberzeugungen aus, um die Kohärenz der Lösungen für die Kunden beider Häuser zu gewährleisten.
Livia Moretti, Vorstandsvorsitzende der Banque de Luxembourg, dankt Wagner: „Nach 40 Jahren im Dienste von BLI geht Guy Wagner in den Ruhestand und lässt eine Laufbahn hinter sich, die von seinem Engagement und seiner Fachkompetenz geprägt war.“ Sie beschreibt Kremer und Petit als Duo, das sich ergänze und den Werten des Hauses treu bleibe.
Fabrice Kremer erklärt zu seiner Beförderung: „Die Nachfolge von Guy anzutreten, ist eine Ehre. Sein Ansatz, der hohe Ansprüche mit Menschlichkeit verbindet, wird unser Kompass bleiben."
Guy Wagner selbst blickt auf seine Zeit im Unternehmen zurück: „1986 ahnte ich noch nicht, was mir diese vier Jahrzehnte bei der Banque de Luxembourg bringen würden.“ Er verlasse das Unternehmen mit der Gewissheit, dass das Gleichgewicht aus Fachkompetenz und menschlichen Werten Bestand haben werde.
Die Banque de Luxembourg wurde 1920 gegründet und beschäftigt knapp 1.200 Mitarbeiter. Sie hat nach eigenem Bekunden Kundeneinlagen von 128 Milliarden Euro. AM-Tochter BLI managt 35 Investmentfonds mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 11,9 Milliarden Euro.