Fusion geplant Börse Stuttgart Digital und Tradias wollen Europas Nummer 1 bei Krypto werden

Schild der Börse Stuttgart Group

Die Börse Stuttgart Digital will mit einer Fusion zum größten europäischen Krypto-Player werden. Bildquelle: Imago Images / Bihlmayerfotografie

Die beiden Krypto-Infrastrukturanbieter Börse Stuttgart Digital und Tradias wollen sich zusammenschließen – und mit der Fusion zum europäischen „Krypto-Champion“ werden. Laut Mitteilung beider Unternehmen soll mit der Fusion ein vollregulierter Marktteilnehmer entstehen, der die gesamte Krypto-Wertschöpfungskette abdeckt – von Brokerage über Handel und Verwahrung bis zu Staking und tokenisierten Assets.

Börse Stuttgart Digital betreibt nach eigenen Angaben das größte Kryptogeschäft aller europäischen Börsengruppen, Tradias ist ein ebenfalls sehr aktives europäisches Krypto-Handelshaus. Die neu formierte Einheit soll rund 300 Mitarbeiter umfassen und unter der Leitung eines gemeinsamen Management-Teams von Börse Stuttgart Digital und Tradias stehen. Hauptsitze der Einheit werden Frankfurt und Stuttgart.

Komplementäre Geschäftsmodelle

Nach Auskunft der Partner in spe bringen die Unternehmen jeweils komplementäre Stärken ein: Börse Stuttgart Digital verfüge über einen regulierten Krypto-Broker, eine regulierte Krypto-Börse und einen nach der europäischen Mica-Verordnung lizensierten Kryptoverwahrer. Großkunden von Börse Stuttgart Digital sind etwa die italienische Bank Intesa Sanpaolo, die DZ Bank mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe sowie die Dekabank mit ihrem Krypto-Angebot für die Sparkassen.

 

Tradias ist ebenfalls europaweit aktiv, es bringe Expertise in Handel und Market-Making mit und habe große Online-Broker wie Flatexdegiro und Trade Republic, Servicedienstleister wie die DWP Bank und nicht näher benannte staatliche Institutionen als Kunden, wie es in der Mitteilung weiter heißt.  

Marktkonsolidierung vorantreiben

„Mit dem geplanten Zusammenschluss von Börse Stuttgart Digital und Tradias treibt die Börse Stuttgart Group die Entwicklung und Konsolidierung des europäischen Kryptomarkts voran“, lässt sich Matthias Voelkel, Chef der Börse Stuttgart Group, zitieren. Voelkel stellt große Pläne in Aussicht: „Als zuverlässiger und vertrauenswürdiger Krypto-Infrastrukturpartner werden wir künftig eine Vielzahl großer Finanzinstitute in Europa betreuen.“

Tradias-Chef Michael Reinhard ergänzt: „Gemeinsam vereinen wir die komplette Wertschöpfungskette für digitale Assets und schaffen einen neuen europäischen Champion mit deutlich größerer Reichweite, strategischer Tiefe und Gestaltungskraft für die weitere Marktkonsolidierung.“

Wenn die aktuellen Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss kommen und die Aufsichten zustimmen, soll der Zusammenschluss in der zweiten Jahreshälfte 2026 über die Bühne gehen.

Laut Informationen von Bloomberg hatte auch die DWS vor rund drei Jahren schon einmal Interesse an Tradias bekundet und eine Beteiligung erwogen. Der Deal kam  allerdings nicht zustande.

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