Bislang geschlossener Bereich VuV öffnet Generationenplattform für Nicht-Mitglieder

VuV-Vorstandschef Andreas Grünewald: „Wir nehmen verstärkt Gespräche rund um Kooperationen, Übernahmen und Lizenzrückgaben wahr“. | © VuV

VuV-Vorstandschef Andreas Grünewald: „Wir nehmen verstärkt Gespräche rund um Kooperationen, Übernahmen und Lizenzrückgaben wahr“. Foto: VuV

Der Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland (VuV) macht seine Generationenplattform frei zugänglich. Damit können den bislang geschlossenen Bereich ab sofort auch Nicht-Mitglieder nutzen. Die Plattform will Käufer und Verkäufer von Vermögensverwaltungen zueinander bringen.

2016 gestartet stand der Service bislang nur rund 600 registrierten Nutzern im VuV-Intranet zur Verfügung. Nun hat der Verband die Plattform auf eine öffentlich zugängliche Ebene gespiegelt, sodass auf Wunsch die für die Mitglieder weiterhin kostenfreien Anzeigen auch für Dritte einsehbar sind. Die VuV-Mitglieder entscheiden nach wie vor selbst über den Grad der Anonymität und in welcher Weise sie das jeweilige Kauf- oder Verkauf-Gesuch beschreiben. Externe Interessenten können auf die Anzeige reagieren und Kontakt aufnehmen. Ab sofort ist es darüber hinaus auch externen Interessenten möglich, auf der VuV-Generationenplattform eine kostenpflichtige Anzeige zu veröffentlichen und nach Vermögensverwaltungsunternehmen zu suchen.

Der Verband reagiert mit dem Angebot nach eigenem Bekunden auf den sich abzeichnenden Generationenwechsel innerhalb der Branche, aber auch auf den zunehmenden Konsolidierungsdruck durch die stetig steigenden Regulierungsanforderungen. „Die Branche spürt zunehmend den insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen überbordenden Regulierungsdruck“, sagt Andreas Grünewald, Vorstandsvorsitzender des VuV. „Wir nehmen verstärkt Gespräche rund um Kooperationen, Übernahmen und Lizenzrückgaben wahr. Mifid II beschleunigt diesen Prozess nochmals.“

Zugleich erlebe man einen ganz normalen Generationswechsel in der Branche. Unternehmer, die im Zuge der Finanzmarktnovellierung im Jahr 1998 die Zulassung als Finanzportfolioverwalter erhalten haben, seien heute oftmals um die 60 Jahre alt und müssten ihre Nachfolge aktiv angehen, so Grünewald weiter.

Zur Generationenplattform finden Interessierte hier.