Billionaires Report 2018 Deutschland stellt die meisten Milliardäre in Europa

Maximilian Kunkel ist Investmentchef des Wealth Managements der UBS in Deutschland. | © UBS

Maximilian Kunkel ist Investmentchef des Wealth Managements der UBS in Deutschland. Foto: UBS

Das weltweite Gesamtvermögen der Milliardäre ist 2017 um 19 Prozent auf einen Rekordwert von 8,9 Billionen gewachsen. Das Geld verteilt sich auf 2.158 Personen. Das geht aus dem jährlichen Billionaires Report der Schweizer Großbank UBS und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PWC) hervor. Das Vermögen der chinesischen Milliardäre erreicht mit einer Steigerung von 39 Prozent auf 1,12 Billionen US-Dollar den größten Zuwachs. Unter den Milliardären befinden sich laut Report immer mehr Selfmade-Milliardäre, die mit ihren Innovationen in der Blockchain oder grüne Energien die Welt verändern.

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 Quelle: UBS/PwC

Das Tempo der Vermögensbildung ins Asien und China ist beeindruckend: China allein bringt zwei neue Milliardäre pro Woche hervor, Asien produziert mehr als drei neue Milliardäre pro Woche. Um das in einen begreifbaren Kontext zu bringen: Im Jahr 2006 gab es nur 16 chinesische Milliardäre. Mittlerweile sind es bereits mehr Milliardäre in Asien als in den USA, die meisten von ihnen Chinesen.

Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, werden die asiatischen Milliardäre in drei Jahren auch wohlhabender sein als ihre US-Pendants. „Chinas rasante Verstädterung und Produktivitätssteigerung bieten Einzelpersonen beispiellose Möglichkeiten, nicht nur Unternehmen aufzubauen, sondern auch das Leben der Menschen zum Besseren zu verändern“, so Caroline Kuhnert, Leiterin UHNW-Geschäft und Global Family Office Europa und Emerging Markets der UBS.

Die Milliardäre in den USA verfügen zwar weiterhin über das größte Vermögen. Doch das Wachstum hat sich verlangsamt. Der Anstieg von 12 Prozent auf 3,1 Billionen US-Dollar lag im Jahr 2017 weit unter dem globalen Durchschnitt. In Europa stieg das Vermögen der Milliardäre um 19 Prozent auf 1,9 Billionen US-Dollar, was jedoch zum Teil der Aufwertung des Euros von 15 Prozent gegenüber dem US-Dollar geschuldet war.