Billionaires Report 2017 Erstmals mehr Milliardäre in Asien als in den USA

 Der Billionaire Report 2017 der Schweizer Großbank UBS und der Beratungsgesellschaft PWC gewährt Einblicke in die Welt der Milliardäre. | © UBS/PwC

Der Billionaire Report 2017 der Schweizer Großbank UBS und der Beratungsgesellschaft PWC gewährt Einblicke in die Welt der Milliardäre. Foto: UBS/PwC

Die Schweizer Großbank UBS und die Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PWC) haben ihren jährlichen Billionaires Report vorgelegt, diesmal unter dem Titel „New value creators gain momentum“. Der Bericht analysiert die Vermögensbildung bei Milliardären im Jahr 2016.

Demnach hat das Wachstum des weltweiten Vermögens der Milliardäre im vergangenen Jahr wieder deutlich angezogen, nach einem Stillstand 2015. Um 17 Prozent stieg das Gesamtvermögen von 5,1 auf rund 6 Billionen US-Dollar und damit um das Doppelte des MSCI All Countries World Index (ACWI).

Vermögen der Milliardäre übertrifft 2016 den MSCI All Countries World Index (ACWI)

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 Quelle: UBS/PwC

Erstmals gibt es laut Bericht inzwischen mehr Milliardäre in Asien als in den USA. Die Anzahl asiatischer Milliardäre stieg um 23 Prozent auf 637 Vermögen, die die Marke von einer Milliarde US-Dollar erreicht haben.

Für Europa war 2016 ein politisch unsicheres Jahr. Die Zahl der Milliardäre auf dem alten Kontinent veränderte sich kaum: 24 kamen hinzu, während 21 unter die Grenze von einer Milliarde US-Dollar Vermögen fielen. Ende 2016 gab es 342 europäische Milliardäre.

Die Gesamtzahl an Milliardären in Deutschland ging 2016 leicht zurück. Ihr Vermögen, ob selbst erwirtschaftet oder über Generationen erworben, stieg um durchschnittlich 5 Prozent. Die größte Volkswirtschaft Europas hat mit 117 auch die meisten Milliardäre. Das Vereinigte Königreich kommt mit 55 an zweiter Stelle, gefolgt von Italien (42), Frankreich (39) und der Schweiz (35).

Die Zahl asiatischer Milliardäre wächst 2016 am schnellsten

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Etwa zwei Drittel der neuen Milliardäre stammt aus China und Indien, den beiden größten Volkswirtschaften der Region. Im Reich der Mitte stieg die Anzahl um 67 auf insgesamt 318, in Indien um 16 auf 100 Milliardäre. Ein Comeback der Rohstoffe, explodierende Häuserpreise in China und Schwankungen des US-Dollars sorgten für ein günstiges Umfeld.

Bei der Höhe des Gesamtvermögens liegt jedoch die USA nach wie vor vorn. In den Vereinigten Staaten leben nach aktuellem Stand 563 Milliardäre, das gesamte Vermögen wuchs um 15 Prozent von 2,4 auf 2.8 Billionen US-Dollar. 39 Vermögende stiegen 2016 in den Kreis der Milliardäre auf.

Der schnelle Zuwachs an Reichtum in Asien ist relativ volatil. Etwa 45 Menschen, darunter 34 aus China fielen mit ihrem Vermögen unter die Milliardären-Grenze. Viele asiatische Vermögende bewegen sich knapp über der Milliarden-Marke. Dadurch sind sie anfällig für Abflüsse ihres Vermögens, sei es in Form von fallenden Aktienkursen, politischen Veränderungen oder persönlichen Schwierigkeiten.

Die Analyse zeigt, dass der Gesamtreichtum der asiatischen Milliardäre die USA in vier Jahren überholen wird, wenn sich die derzeitigen Wachstumstrends fortsetzen. Insgesamt wächst die Zahl der Milliardäre in den Industrieländern zwar nicht so schnell wie in Asien, aber ihr Reichtum ist deutlich stabiler.