Richard Apfelbacher und Nicholas Brinckmann sind seit Januar 2026 geschäftsführende Gesellschafter der BF Infrafinance mit Sitz in München. Das Unternehmen ist ein Joint Venture der BF Direkt und der Fox Group. Es wurde im Oktober 2025 initiiert. BF Infrafinance spezialisiert sich auf die Finanzierung von Logistikprojektentwicklungen für institutionelle Investoren.
Erfahrung aus Immobilien und Infrastruktur
Apfelbacher war zuvor mehr als zehn Jahre Managing Partner bei Sienna Real Estate, vormals L'Etoile Properties. Dort verantwortete er den Aufbau der deutschen Niederlassung. Als Chief Investment Officer betreute er europaweit ein Wachstum der verwalteten Vermögen auf über sechs Milliarden Euro. Die Assetklassen umfassten Büro, Logistik und Hospitality. Zuvor arbeitete der 51-Jährige in London, Mexiko-Stadt und Hamburg im internationalen Investmentbereich.
Brinckmann war bis 2024 Geschäftsführer des Asset Managers Hansainvest Real Assets. Dort leitete er auch die Kapitalverwaltungsgesellschaft Hansainvest Hanseatische Investment. In dieser Funktion verantwortete er internationale Real Assets in 18 Ländern, darunter Logistikimmobilien mit einem Volumen von rund einer Milliarde Euro. Der 59-Jährige begleitete den Aufbau von mehr als zehn regulierten Investmentvehikeln. Zuvor hatte er leitende Positionen bei MEAG Munich Ergo Assetmanagement und Union Investment Real Estate inne.
Fokus auf Whole-Loan-Darlehen
BF Infrafinance will Debt-Strukturen für institutionelle Investoren auflegen. Das Kapital wird Immobilienprojektentwicklern zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung erfolgt über eine Luxemburger Struktur. Möglich sind sowohl Fonds als auch Individualmandate. Aktuell setzt das Unternehmen auf Whole-Loan-Darlehen mit einem Loan-to-Cost von bis zu 85 Prozent. Die Laufzeiten der Vehikel sollen bei sechs bis acht Jahren liegen, die der Darlehen bei rund 24 Monaten.
Das neue Unternehmen verfügt über eine Projektpipeline mit einem Darlehensvolumen von circa 1,4 Milliarden Euro. Davon werden laut Unternehmensmitteilung aktuell 300 bis 400 Millionen Euro konkret geprüft. „Wir sehen derzeit am Markt ein historisches Fenster, in die Entwicklung von Logistikimmobilien zu investieren“, sagt Brinckmann. Die Banken zögen sich aus der Finanzierung von Bauvorhaben zurück. Die daraus resultierende Finanzierungslücke biete Chancen.