Vermögensverwalter 2015 Beratung top, trotzdem nicht zu empfehlen

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Nicht alle Vermögensverwalter, die eine gute persönliche Beratung bieten, sind auch empfehlenswert. Der Grund dafür sind nicht überzeugende schriftliche Portfolio-Unterlagen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Vermögensverwalter 2015“ vom Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ). Mehr als ein Drittel der beim Kunden eingegangenen Portfolio-Unterlagen wiesen deutliche Mängel auf. Einige Vermögensverwalter verschickten lediglich Standardpräsentationen.
 
Für den Testsieger trifft dieses Urteil jedenfalls nicht zu: Die BHF-Bank überzeugte in der Studie. Das Institut habe den besten Lösungsvorschlag und ein qualitativ hochwertiges Portfolio gehabt, heißt es in der Begründung. Demnach wären auch die Kosten und Gebühren mit am detailliertesten dargestellt worden. Beim sehr guten Beratungsgespräch habe der freundliche Mitarbeiter nicht zuletzt auch durch Kompetenz, beispielsweise mit der im Vergleich besten Bedarfsanalyse gepunktet.

Im Schnitt erzielten die getesteten Vermögensverwalter ein gutes Resultat. Die Branche konnte sich damit gegenüber der Vorstudie deutlich verbessern (2015: 75,7 Punkte; 2013: 65,4 Punkte). Ausschlaggebend dafür ist die sehr gute Beratungsqualität. In den persönlichen Gesprächen überzeugten kompetente und ausgesprochen freundliche Berater.

Ein Kritikpunkt war jedoch die Bedarfsanalyse, die sich teilweise verbesserungsfähig zeigte. So gingen einige Berater in den Gesprächen vor Ort zu wenig individuell auf die Kundensituation ein. Beispielsweise wurde nur in knapp 30 Prozent der Beratungen erfragt, ob bestimmte Anlageformen abgelehnt werden.

Im Rahmen einer umfassenden Studie analysiert das DISQ 24 führende Vermögensverwalter in Deutschland. Gegenstand der Untersuchung war auf Basis verdeckter Beratungsgespräche die Beratungsqualität im telefonischen und insbesondere im persönlichen Gespräch. Darüber hinaus erfolgte eine detaillierte Analyse der erbetenen, schriftlichen Lösungsvorschläge hinsichtlich Portfolioqualität und Ganzheitlichkeit.

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