Übernahme der Privatbank Pasche Havilland kauft sich in die Schweiz ein

Zentrale der Banque Havilland in Luxemburg

Zentrale der Banque Havilland in Luxemburg

Die Luxemburger Banque Havilland kauft die Schweizer Bank Pasche. Die Genfer Privatbank firmiert künftig als Banque Havilland (Schweiz), teilten die Luxemburger mit. Damit hat Havilland den Eintritt in den Schweizer Markt geschafft.

Die Banque Havilland, 2009 aus der Konkursmasse der isländischen Bank Kaupthing entstanden, hat bereits mehrere Tochtergesellschaften der Banque Pasche gekauft: wie die Niederlassung in Liechtenstein, auf den Bahamas sowie in Monaco, schreibt „Finews“.

Hinter der Banque Havilland steht der britische Immobilien-Tycoon David Rowland. Havilland war bislang in Luxemburg, London, Monaco, Liechtenstein, auf den Bahamas, in Moskau sowie in Dubai präsent; nun auch in Genf und Zürich.

Verzögerung durch Finma

Der Übernahme dauerte länger als von den beiden Parteien erwartet: Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma brauchte für die Prüfung der Pasche-Besitzerin mehr Zeit als zunächst eingeplant. Havilland und Pasche-Besitzerin Groupe Mutuel-CIC hatten nach Vertragsabschluss im Juli 2015 mit der Zustimmung bis 30. November 2015 gerechnet.

Über die Gründe der Verzögerung gibt es laut „Finews“ sowohl von der Finma als auch von der Banque Havilland keine Angaben. Pasche mit Sitz in Genf und in Zürich steht in Verruf, hinterzogene Steuergelder aus Frankreich verwaltet zu haben und steht in Frankreich auch unter Geldwäscheverdacht.

Auch Havilland ist demnach kein offenes Buch, was einen Track Record für eine einwandfreie und nachhaltige Geschäftsführung betrifft: So ist bislang nicht klar, wie die Bank ihr Ziel erreichen will, ein führender Wealth Manager für Superreiche und Family Offices zu werden.