Berkshire Hathaway nach Buffett Das 400-Milliarden-Dollar-Problem

Greg Abel, Nachfolger von Warren Buffett bei Berkshire Hathaway

Greg Abel, Nachfolger von Warren Buffett bei Berkshire Hathaway: Bildquelle: Imago

Langsam, auf beiden Seiten gestützt, betritt Warren Buffett das CHI Health Center in Omaha. Der 95-Jährige nimmt nicht auf der Bühne Platz, sondern in der ersten Reihe des Publikums, dort, wo die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrates sitzen. Es ist der 2. Mai 2026, und zum ersten Mal seit sechs Jahrzehnten gehört die Bühne nicht ihm. Vorne, am Podium, steht Greg Abel.

397 Milliarden US-Dollar. So viel Bargeld und kurzfristige US-Staatsanleihen hat Berkshire Hathaway zum 31. März 2026 angehäuft – mehr als je zuvor in der Geschichte des Konzerns, mehr als die gesamte Marktkapitalisierung von SAP, Siemens und Allianz zusammen. Diese Zahl ist einerseits ein Rekord. Sie ist aber auch eine offene Frage.

Berkshire Hathaway ist im Frühjahr 2026 so liquide wie nie. Das Konglomerat aus Nebraska – Eisenbahnen, Versicherungen, Chemiewerke, Süßigkeitenfabriken, ein Aktienportfolio von rund 274 Milliarden Dollar – erzielte im ersten Quartal 2026 einen operativen Gewinn von 11,35 Milliarden Dollar, 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig stand die Aktie der Klasse B zuletzt knapp 40 Prozentpunkte hinter dem S&P 500 – die schlechteste Einjahresbilanz seit dem Jahr 2000. Der Marktwert des Konzerns ist in zwölf Monaten um rund 140 Milliarden Dollar gesunken. Warren Buffett hat Greg Abel kein fertiges Imperium übergeben. Er hat ihm ein 400-Milliarden-Dollar-Problem hinterlassen.

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