Ausschüttungsrendite mehr als 3,5 Prozent Berenberg vertreibt weiteren Immobilienspezialfonds

Renditequelle: Büroobjekte an der Fuhlsbüttler Straße in Hamburg.

Renditequelle: Büroobjekte an der Fuhlsbüttler Straße in Hamburg. Foto: Berenberg

Das Bankhaus Berenberg legt auf der Fondsplattform von Universal-Investment einen weiteren offenen Immobilienspezialfonds auf. Zielgruppe der Anbieters sind langfristig orientierte Anleger, die auf stabile laufende Ausschüttungen (> 3,5 Prozent pro Jahr ) Wert legen.

Die Manager des neuen Vehikels wollen Büroimmobilien in der Metropolregion Hamburg kaufen. Die Geldgeber haben es demnach mit einem sogenannten Blind Pool zu tun: einem Fondsmantel, bei dem es bislang vor allem eine Strategie gibt – und nicht viel mehr. Die Geldgeber kaufen sich in den Fonds ein in der Hoffnung, dass die Manager Objekte finden und kaufen, die zur Strategie passen. 

Völlig leer ist die Fondshülle nicht

Bei dem neuen Fonds geht es nicht nur um Bürohäuser. Um die Risiken zu streuen, wollen seine Macher weitere Nutzungsarten und auch sogenannte gemischt genutzte Objekte in den Fonds einbringen. Wie das für neue Immobilienfonds nicht unüblich ist, haben die Manager bereits erste Gebäude gekauft und werben mit einer Pipeline weiterer Kaufkandidaten; Geldgeber können sich also einen Eindruck verschaffen, wohin die Reise geht.

Insgesamt sind es laut einer Mitteilung von Berenberg und Universal-Investment vier Objekte „mit überwiegender Büronutzung“; darunter sei ein Büroensemble in unmittelbarer Nähe zum S- und U-Bahnknotenpunkt Hamburg-Barmbek. Die Objekte seien neuwertig und verfügten insgesamt über rund 11.800 Quadratmeter vermietbare Fläche. Sie seien an bonitätsstarke Mieter unterschiedlicher Branchen zu 100 Prozent vermietet. Insgesamt habe man – vermutlich inklusive Fremdkapital – rund 150 Millionen Euro investiert. Weitere mehr als 100 Millionen Euro an Eigenkapital institutioneller Geldgeber sollen bereitliegen.

Insgesamt soll der neue Spezialfonds zehn bis zwölf Objekten enthalten. Die Fondsmanager sprechen von einem „Zielvolumen von rund 350 Millionen Euro und einem geplanten Eigenkapitaleinsatz von rund 200 Millionen Euro“. Das Geld weiterer Investoren wollen sie „parallel zur Anbindung von neuen Objekten“ aufnehmen. Dahinter steht das Ziel, das Kapital möglichst „zeitnah“ abzurufen. 

Das Asset Management sowie die operative Durchführung der An- und Verkäufe übernimmt Berenberg Real Estate Asset Management, ein Unternehmen der Berenberg-Gruppe. Von dort ist zu vernehmen, dass bereits weitere Projekte für den offenen Immobilienspezialfonds identifizieren werden konnten. Diese befänden sich aktuell in der Prüfung oder darüber hinaus. 

Alle institutionellen Immobilienspezialfonds Berenbergs wurden auf der Plattform von Universal-Investment aufgelegt. Die Plattform umfasst laut Berenberg inzwischen mehr als 50 Immobilienspezialfonds nach deutschem und luxemburgischem Recht mit zum Teil internationaler Immobilienausrichtung.