Die Hamburger Privatbank Berenberg setzt ihren Stellenabbau fort. Nach einer ersten Kündigungswelle im Dezember hat das Institut am Donnerstag 29 weiteren Mitarbeitern im Wealth- und Asset-Management gekündigt.
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Die Hamburger Privatbank Berenberg setzt ihren Stellenabbau fort. Nach einer ersten Kündigungswelle im Dezember hat das Institut am Donnerstag 29 weiteren Mitarbeitern im Wealth- und Asset-Management gekündigt.
Rund die Hälfte der Betroffenen komme aus dem Portfolio-Management, die andere Hälfte aus dem operativen Steuerungsbereich, wie der Platow-Brief unter Berufung auf Insider berichtet. Ein Sprecher der Bank wollte die Informationen nicht kommentieren. Das private banking magazin berichtete bereits im Dezember, dass 2026 weitere Stellen abgebaut werden sollen.
Zweite Kündigungswelle binnen zwei Monaten
Bereits im Dezember hatte Berenberg 21 Stellen gestrichen, vor allem im deutschen Wholesale-Vertrieb, im International Sales und dem institutionellen Geschäft. Auch im Marketing fielen damals Arbeitsplätze weg. Insgesamt will die Bank bis zu 70 Stellen abbauen. Zuletzt beschäftigte Berenberg rund 1.580 Mitarbeiter.
Der Personalabbau passiert phasenweise und soll Insidern zufolge arbeitsrechtliche Gründe haben.
Offen bleibt das Schicksal mehrerer Investmentfonds. Der erst vor kurzem gestartete Merger-Arbitrage-Fonds etwa könnte auf der Kippe stehen. Gleiches gilt für weitere Produkte, deren Manager nun gehen müssen.
Ende einer gescheiterten Offensive
Der Umbau markiert das Ende der 2020 von Berenberg-Partner Hendrik Riehmer angekündigten Wachstumsoffensive. Damals hatte er im „Handelsblatt“ erklärt, das verwaltete Vermögen im Wealth Management von knapp 10 Milliarden Euro auf 20 Milliarden Euro verdoppeln zu wollen. Im Asset Management sollte es sogar von 4,5 Milliarden Euro auf 15 bis 20 Milliarden Euro wachsen.
„Diese Ziele mögen aggressiv klingen“, sagte er damals. „Aber wir haben viel in die beiden Plattformen investiert – und diese Investitionen werden sich auch auszahlen.“