Hans-Walter Peters übernimmt bei der Hamburger Privatbank Berenberg den Gesellschaftsanteil von 5 Prozent, den bislang der frühere Geschäftsleiter David Mortlock hielt. Zusammen mit der Beteiligungsgesellschaft Petrie kommt Peters damit auf 26,41 Prozent. Nach der Neuordnung im August lag dieser Block noch bei 21,41 Prozent. Größer ist nur der Anteil der Familie von Berenberg mit 31,86 Prozent.
Im August hatte die Hamburger Döhle-Gruppe den Petrie-Anteil des früheren Bankchefs Hendrik Riehmer übernommen. Durchgerechnet hält das Schifffahrtshaus damit 9,98 Prozent an Berenberg. Weil diese Beteiligung im Petrie-Block enthalten ist, erscheint Döhle in der Aufstellung nicht als eigene Gesellschafterin. Weitere knapp 1 Prozent von Riehmer gingen an die Familie von Berenberg.
Aufsicht ließ Befugnisse der Geschäftsleitung ruhen
Seit dem 19. Juni ruhen auf Anordnung der Bafin die Aufgaben und Befugnisse der drei früheren Geschäftsleiter Riehmer, Mortlock und Christian Kühn. Eine Sonderuntersuchung hatte nach Angaben der Bank Maßnahmen offengelegt, mit denen vor allem regulatorische Eigenkapitalwirkungen gesteuert und in einzelnen Fällen Ergebnisse buchhalterisch geglättet oder vorgezogen wurden. Auf Kühn und weitere ehemalige persönlich haftende Gesellschafter entfallen nun noch 1,83 Prozent. Vor Mortlocks Abgabe waren es zusammen 6,83 Prozent.
Berenberg bereitet einen Wechsel der Rechtsform vor. Die Bank will so ihre Führungs- und Kontrollstruktur neu ordnen und einen starken Aufsichtsrat einrichten. Die Gespräche über eine neue, dauerhafte Geschäftsleitung sind nach Angaben der Bank weit fortgeschritten. Unverändert halten Christian Fürst zu Fürstenberg und Jan Philipp Reemtsma jeweils 14,25 Prozent, die belgische Compagnie du Bois Sauvage 11,40 Prozent.