Bei zunehmenden Unsicherheiten Richtig diversifizieren

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Mehr Beständigkeit durch bessere Risikobalance 

Ob erhöhter geopolitischer Druck, zunehmende Regulierungsanforderungen oder sich änderndes Verbraucherverhalten: Neue Anforderungen mit mehr Unruhe an den Aktienmärkten führen letztlich dazu, dass insbesondere sicherheitsorientierte Anleger nach einer langfristigeren und werterhaltenden Strategie suchen. Das Risiko soll gering, die Rendite gleichzeitig verlässlich und ordentlich sein. Was auf den ersten Blick wie eine eierlegende Wollmilchsau anmutet, kann auf den zweiten Blick nur ein tragfähiges Vermögensaufbau-Konzept sein, bestehend aus langfristig angelegten Beteiligungen, flexibel investierten Geldanlagen sowie liquiden Assets.

Stabilität ergibt sich dabei auch mit voneinander unabhängigen Anlageklassen, die sich flexibel an geänderte Marktbedingungen anpassen lassen. Empfehlenswert sind professionell gemanagte Fonds, deren Manager die Branchen und Regionen gut kennen, in die sie investieren. Neben der breiten Streuung traditionellerer Anlageinstrumente eignen sich auf lange Sicht und als weiterer Stabilisator alternative Investmentformen, etwa eine Beteiligung an Agrarflächen, zur Portfoliobeimischung. 

Fazit: Verdeckte Potenziale heben 

Zurück zu den Kapitalmärkten: Ein zwischenzeitliches Ende des jahrelang sorglosen Bullenmarktes ist in Sicht. Erste Warnzeichen – wie die Verluste bei den Tech-Werten sowie vor allem das bewusste Beschränken von Liquidität insbesondere durch die Fed– sorgen dafür, dass sich Anleger nach Alternativen umschauen müssen. Dabei empfiehlt sich beispielsweise aber weiterhin ein Auge auf den US-Markt. Denn auf langfristige Sicht bieten sich weitere Chancen – auch in der Industriebranche, wenn man sich Unternehmen und ihre Bilanzen gut anschaut. 

Allen Unkenrufen zum Trotz: Auch in den Schwellenländern bieten sich unter anderem, im nach der Wahl wieder beruhigten Brasilien, neue Dynamiken mit Einstiegschancen bei sich erholenden Aktien. Und nicht zu vergessen ist, dass rund zwei Drittel des weltweiten Wirtschaftswachstums in den Schwellenländern erzielt wird. So schreitet nach dem intelligent in Wachstumsbranchen wie E-Mobility expandierenden China auch Indien weiter voran auf dem Innovationsweg, insbesondere im Softwarebereich.

Außerdem: Im Euroraum ist eine Zinswende noch nicht absehbar, sodass weiterhin Kraftlinien bei Aktien, vor allem mit substanzstarken Unternehmen, die weltweit mit ihrem Geschäftsmodell weiterhin eine Nische besetzen, nutzbar sind.