Bei illiquiden Vermögenswerten Interesse von Vermögensinhabern an Co-Investments steigt

Oliver Berger von State Street entwickelt mit seinem Team noch dieses Jahr ein neues Benchmark-Instrument für Vermögensinhaber.

Oliver Berger von State Street entwickelt mit seinem Team noch dieses Jahr ein neues Benchmark-Instrument für Vermögensinhaber.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach illiquiden Vermögenswerten zeigen Vermögensinhaber zunehmend Interesse an Co-Investments. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von State Street. Demnach planen in den kommenden zwölf Monaten mehr als zwei Drittel der Befragten, Co-Investments in Infrastruktur (68 Prozent), Immobilien (65 Prozent) und Private Equity (48 Prozent) zu tätigen.

Darüber hinaus zeigt die Umfrage, dass Vermögensinhaber ihr Engagement in den genannten illiquiden Vermögenswerten in den kommenden zwölf Monaten erhöhen wollen. Mehr als die Hälfte der befragten Vermögensinhaber sieht Co-Investments – bei denen zwei oder mehr Institutionen sich für ein Investment zusammenschließen – als Möglichkeit, um neue Fachkenntnisse zu gewinnen.

Die Vermögensinhaber würden durch Konsolidierung und Co-Investments Größenvorteile erzielen. Zudem lagern sie bestimmte Schlüsselfunktionen aus, während sie andere im eigenen Unternehmen aufbauen, wie es in der Auswertung der Umfrage weiter heißt.

Ziel dieser Aktivitäten seien Skalengewinne, wodurch Prioritäten neu bewertet werden würden. Mehr als ein Drittel der Vermögenseigentümer hat bestimmte Funktionen ausgelagert, um Aktivitäten mit Mehrwert im Unternehmen stärker in den Fokus stellen zu können. Mehr als ein Drittel hat Funktionen ausgelagert, die sie intern nicht schnell genug skalieren konnten.

Eingliederungsprozess zehrt an betrieblichen Ressourcen

In den vergangenen fünf Jahren hat nahezu ein Drittel der Umfrageteilnehmer bestimmte Aktivitäten rund um die Vermögensverwaltung im eigenen Unternehmen errichtet. Knapp ein Viertel plant dies innerhalb der nächsten zwölf Monate. Zwei Drittel der Vermögensinhaber glaubt zudem, dass institutionelle Investoren mit mehreren Fonds diese in den nächsten fünf Jahren zunehmend zusammenlegen werden.

Allerdings stand derjenige Teil beim Eingliedern von Funktionen in das eigene Unternehmen vor mehreren Schwierigkeiten. Etwas mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer gab an, dass das Management des Eingliederungsprozesses an den betrieblichen Ressourcen zehrt. Knapp 60 Prozent der Befragten hatten zudem Probleme, Mitarbeiter mit den notwendigen Kenntnissen und Fähigkeiten hierfür zu finden.

„Da der steigende Kostendruck und die anhaltend niedrigen Anleiherenditen das Anlageumfeld systematisch verändern, bestehen kaum Zweifel, dass die in unserer Untersuchung identifizierten Trends anhalten werden“, sagt Oliver Berger, Leiter der Asset Owner Solutions & Strategic Market Initiatives für Europa, Naher Osten und Afrika bei State Street. „Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Vermögenseigentümer nach höheren Anlageergebnissen bei gleichzeitig niedrigeren Kosten streben, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.“

Später in diesem Jahr plant State Street ein neues Benchmark-Instrument, das den Kunden einen Vergleich ihrer gegenwärtigen Situation mit den Untersuchungsergebnissen ermöglicht. Mit diesem sollen Vermögensinhaber messen können, inwieweit sie für den zukünftigen Wettbewerb mit ihrer Konkurrenz gerüstet sind.