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BB Biotech Marktüberblick Covid-19-Impfstoff als Katalysator für die Biotech-Industrie

BB Biotech Marktüberblick: Covid-19-Impfstoff als Katalysator für die Biotech-Industrie | © BB Biotech

Foto: BB Biotech

Für den Biotechsektor eröffnet die Coronakrise eine Chance, seine Innovationskraft unter Beweis zu stellen. Unternehmen und staatliche Behörden haben in den vergangenen Monaten eine bislang einzigartige Intensität in der Kooperation zu einem Gesundheitsthema entwickelt. Darauf kann die Biotechbranche in Zukunft aufbauen, wenn es darum geht, Produkte auf der Grundlage von neuen Technologien zeitnah durch die klinischen Studien und Zulassungsverfahren zu bekommen.

Ein aktuelles Beispiel ist die mRNA-Technologie, für die es bislang noch keine marktreife Therapie gibt. Das könnte sich bald ändern, sollte der von BB Biotechs Portfoliofirma Moderna entwickelte Covid-19-Impfstoff noch in diesem Jahr die Zulassung erhalten. Das Unternehmen hat Ende Juli eine zulassungsrelevante Studie gestartet, die rund 30 000 gesunde Personen einbeziehen soll. Im Idealszenario liegen die Ergebnisse im vierten Quartal 2020 vor und bilden dann die Basis für eine schnelle Zulassung. Risikogruppen könnten somit bei einer eventuellen zweiten Infektionswelle zeitnah geimpft werden.   

BB Biotech ist seit 2018 in Moderna investiert, weil das Investment Team vom langfristigen kommerziellen Erfolg der mRNA-Technologieplattform als Ganzes überzeugt sind. Die anderen laufenden klinischen Studien gegen Covid-19 ist für BB Biotech kein Anlass, in einzelne Aktien zu investieren. Viele Biotechfirmen mit Produkten gegen das Coronavirus dürften kaum nachhaltig rentable Geschäftsmodelle realisieren. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Corona-Therapien wegen des gesellschaftlichen Drucks zu tiefen Kosten verkauft werden. Die erwarteten niedrigen Margen lassen sich am ehesten durch hohe Produktionsvolumina kompensieren.

Spätestens wenn die Pandemie global im Griff ist, werden die Fortschritte bei chronischen sowie bislang nicht oder kaum behandelbaren Krankheiten bei den Investoren wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Die individualisierte Krebsmedizin wird in naher Zukunft etliche neue Produkte hervorbringen. Neue Arzneien können dank genetisch genau bestimmter Mutationsmuster einzelne Patientengruppen präzise adressieren. Bei den seltenen erblich bedingten Erkrankungen können spezifische Proteine oder Moleküle genetische Defekte dauerhaft beheben.

Die Botschaft, dass medizinische Innovationen einen wachsenden Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlstand stellen, ist an den Finanzmärkten angekommen. Erstmals seit fünf Jahren registriert die Biotechindustrie größere Mittelzuflüsse von breiteren Investorengruppen, wobei auszugehen ist, dass sich die Wachstumsdynamik auch zukünftig fortsetzen wird.