Wider der Teuerung Basis-Infrastruktur wegen, nicht trotz der Inflation

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Die besonderen ökonomischen Charakteristika der Basis-Infrastruktur führen dazu, dass Unternehmen in diesem Bereich eine Reihe für Anleger attraktiver Eigenschaften auf sich vereinen. Dazu gehören zum Beispiel in hohem Maße prognostizierbare Cashflows, da die wesentlichen Dienstleistungen von Unternehmen der Basis-Infrastruktur eine vergleichsweise stabile Nachfrage aufweisen und daher durch stetige und stabile Cashflows gekennzeichnet sind.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt der stabilen und prognostizierbaren Cashflows sind die im Durchschnitt höheren Bonitätsratings und niedrigeren Ausfallquoten von Firmen der Basis Infrastruktur. Das hat sich auch während der Covid-19-Pandemie gezeigt, als sich Betreiber von Stromnetzen oder Funkmasten deutlich besser geschlagen haben als zum Beispiel Stromproduzenten.

Angeborener Inflationsschutz

Stabiler im Vergleich zum Gesamtmarkt sind bei der Basis-Infrastruktur auch die Anlagerenditen, da das Geschäftsmodell der Firmen wie oben beschrieben unelastischer gegenüber Konjunkturzyklen ist und ihre Leistungen in allen Marktphasen benötigt werden.

Der in diesen Tagen vielleicht wertvollste Vorteil von Basis-Infrastruktur ist allerdings der natürliche Inflationsschutz. In vielen Subsektoren der Basis-Infrastruktur sind die Preismodelle beziehungsweise Konzessionsverträge stark reguliert und oftmals mit einer Kopplung an die Teuerungsrate versehen. Selbst in den Bereichen, in denen dies nicht der Fall ist, sind die Betreiberunternehmen aufgrund ihrer natürlichen Monopolstellung zumindest eher in der Lage, Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben, als es Firmen in einem sehr kompetitiven Markt sind.


Dieser natürliche Inflationsschutz ist der Basis-Infrastruktur eigen, weswegen für die oben erläuterten Berechnungen ausschließlich Aktien aus diesem Bereich (gemessen am NMX Infrastructure Composite) herangezogen wurden. Würde man das Anlageuniversum „Infrastruktur“ breiter definieren und etwa infrastrukturverwandte Dienstleistungen einbeziehen, käme man wohl auf Renditen, die sich von denen der Basis-Infrastruktur deutlich unterscheiden würden und in Zeiten hoher Inflation weniger vorteilhaft wären.

Wer angesichts der anhaltend hohen Inflation in Sorge ist, findet bei Infrastrukturaktien wirksamen Schutz – vorausgesetzt, es handelt sich um Basis-Infrastruktur. 


Über den Gastautor:

Robin Jakob ist Geschäftsführer der LPX AG, einem Finanzdienstleister für Listed Alternatives im Bereich Indexing, Anlageberatung und Research für institutionelle Kunden. Jakob ist seit 2005 bei der LPX AG als Managing Partner tätig. Er hat sein wirtschaftswissenschaftliches Studium mit Schwerpunkt Finanzmarkttheorie an der Universität Basel abgeschlossen und promovierte in diesem Bereich zum Thema Listed Infrastructure.

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