Anderer Fokus Barclays-Deutschlandchefin schließt Vorstoß ins Wealth Management vorerst aus

Ingrid Hengster bei einer Thyssenkrupp-Hauptversammlung

Ingrid Hengster bei einer Thyssenkrupp-Hauptversammlung: Die Barclays-Deutschlandchefin hat sich in einem Interview zu den Zukunftsplänen der Bank geäußert. Foto: Imago Images / Jürgen Schwarz

Seit Sommer 2021 ist Ingrid Hengster Deutschlandchefin bei der britischen Großbank Barclays. Nach ihrem Wechsel von der deutschen Förderbank KfW hat Hengster nun in einem Handelsblatt-Interview (Bezahlschranke) noch einmal die ambitionierten Wachstumspläne unterstrichen und dabei vor allem das Geschäft mit Unternehmenskunden in den Fokus genommen. So soll sich unter anderem der Marktanteil im Investmentbanking verdoppeln.

Im Gegensatz zu anderen ausländischen Großbanken wie Credit Suisse, Citi oder SEB drängt Barclays aber bisher nicht ins deutsche Wealth Management. Und das soll auch so bleiben, bestätigt Hengster im Interview. Doch die Tür für einen möglichen späteren Markteintritt lässt sie dabei einen Spalt weit offen: „Einige Barclays-Standorte in Italien, Frankreich oder Spanien haben Spezialisten für das Private Wealth Management im vergangenen Jahr geholt und sind erfolgreich angelaufen.“

 

Bisher sei ein ähnlicher Schritt in Deutschland aber nicht gegangen worden. „Ich möchte zuerst meine Hausaufgaben im Investmentbanking- und Firmenkundengeschäft machen“, erklärt Hengster. Weitere Angaben zu einem möglichen Geschäftsbereich Wealth Management machte sie im Interview aber nicht.