Barbarella & 2001: Odyssee im Weltraum Meine Fintech-Wunschliste

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Meine Wunschliste

Als ich mit meinem Brainstorming über die zukunftsweisenden Technologien, die die größten Auswirkungen in den kommenden Jahren haben werden, begann, erinnerte ich mich einer alten Weisheit von Science-Fiction-Schriftstellern. Sie schreiben  immer über die Gegenwart, auch wenn sie die Zukunft meinen.

Nachdem ich nun zwei meiner Vorhersagen für die „Think Further“-Serie als die bahnbrechenden Technologien präsentiert habe, komme ich zum Abschluss zu der Diskussion, was ich in der Zukunft der Fintech-Branche sehen möchte.

Um dies zu tun, werde ich einen etwas unorthodoxen Ansatz gehen und sogar noch weiter zurück in die Vergangenheit eintauchen als die Sciene-Fiction-Schriftsteller in ihrem Zukunftsansatz. Damit greife ich einige Gefühle und Träume auf, die noch immer, und ich glaube auch in der Zukunft, für mich wahr sind.

Als Inspiration für eine Fintech-Zukunft, eine Wunschliste für Fintechs sozusagend, nahm ich zwei Film-Klassiker aus dem Jahr 1968, die ich liebte: „Barbarella“ und Stanley Kubricks „2001: A Space Odyssey“.

Der Science-Fiction-Film „Barbarella“ und seine Heldin, die Popkultur inspiriert und  seit Jahrzehnten beeinflusst, zeigte mir eine sexy Fantasy-Zukunft, die so wunderbar und aufregend wirkte, dass man ein Teil davon sein wollte.

Die andere Inspiration, der Film „2001: A Space Odyssey“ adressiert und erfasst sehr gut alle grundlegenden Ängste und möglichen Auswirkungen im Zusammenhang mit Technologie und künstlicher Intelligenz. Sie versetzt uns in den Weltraum, weit weg von der Erde und der realen Welt.

Die ausgezeichnete Regie von Kubrick, die Kinematographie und die Spezialeffekte wurden so meisterhaft inszeniert, dass diese entfernte Welt sich so real anfühlt. Der Film faszinierte uns damals so sehr, dass wir uns fragten und wissen wollten, was als nächstes in der Zukunft noch kommen wird.

Beide Filme verfügen über die wesentlichen Elemente, die die Finanztechnologie oder schlechthin die Technologie letztlich anstreben müssen: Zum einem sollten sie unser Bedürfnis nach einer angenehmen und aufregenden Erfahrung ansprechen und erfüllen und zum anderen uns faszinieren und neugierig halten.

Zusammengefasst müssen die Fintechs, Finanzinstitute, und Tech-Riesen intuitive Dienstleistungen erbringen, die auf der einen Seite sexy und spannend wie „Barbarella“ sind und auf der anderen Seite magische Lösungen erzeugen, wie Kubricks „2001: A Space Odyssey“-Vision.

Steve Jobs drückte es meiner Ansicht nach perfekt aus, als er sagte, „Man muss beim Kundenerlebnis anfangen und sich zur Technologie zurückarbeiten – nicht umgekehrt.“

Die meisten Konsumenten interessieren sich nicht für die Komplexität, die hinter großen Features und Produkten liegt, sondern dafür, was für ein Gefühl uns die Lösungen vermitteln und vor allem wie sie unser Leben einfacher und besser machen.

Wir wissen, dass die Digitalisierung in allen Branchen für niemanden zu stoppen ist, und wir uns entweder anpassen oder als Außenstehende zuschauen müssen. Ich bin aber davon überzeugt, dass die Zukunft nicht über die Technologie allein bestimmt wird, sondern durch die Kombination von Technologie und menschlichem Einfallsreichtum, da beide von der Stärke des jeweils anderen profitieren, und erst damit eine wirkliche Win-Win-Situation geschaffen wird.

Am Ende sind wir alle gut bedient, so groß wie möglich zu denken und zu träumen; denn selbst wenn wir ins Wanken geraten, sind wir immer noch weiter, als wir vorher waren. Dies wissend, freue ich mich auf die nächsten Innovationen der Fintech- Industrie, die das Bank-Erlebnis für immer verändern werden.

Der Artikel ist die deutsche Fassung eines Gastbeitrags, der bereits am 29. September 2015 als Teil der „Think Further“-Serie des US-Vermögensverwalters Fred Alger Management veröffentlicht wurde. In der Serie werden einige der besten Vordenker einer Industrie ausgewählt, um über die vielversprechendsten Technologien in den nächsten 5 bis 10 Jahren für die Finanzindustrie zu schreiben. Für weitere „Think Further“-Inhalte besuchen Sie bitte www.thinkfurtheralger.com (deutsche Fassung).


Über den Autor:
Spiros Margaris ist Geschäftsführer der Beratungsboutique Margaris Advisory. Er verfügt über 20 Jahre internationale Berufserfahrung im Investment Management für institutionelle Kunden, Family Offices, HNWIs und Technologie- und Innovationsmanagement. Er veröffentlicht regelmäßig Aufsätze zu innovativen Lösungen und Strategien zu den Themen Fintechs, Banking und Asset Management.

Er ist einer der Top-30-Influencer/Experte der weltweiten Fintech-Szene (nach Onalytica) und als Senior Advisor bei Start-ups wie Moneymeets oder dem Fintech Forum tätig.
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