Banking-Software Warburg Pincus steigt bei Avaloq ein

Francisco Fernandez (l.), Gründer und Geschäftsführer von Avaloq und Daniel Zilberman, Leiter Europa bei Warburg Pincus.

Francisco Fernandez (l.), Gründer und Geschäftsführer von Avaloq und Daniel Zilberman, Leiter Europa bei Warburg Pincus.

Die Private-Equity-Gesellschaft Warburg Pincus erwirbt einen Anteil in Höhe von 35 Prozent am Schweizer Banking-Software-Anbieter Avaloq. Die Transaktion bemisst den Unternehmenswert von Avaloq den Angaben zufolge mit mehr als 1 Milliarde Schweizer Franken. Finanzielle Details des Deals wurden nicht bekannt.

Börsengang geplant

Die im Zuge des Kaufs vereinbarte Partnerschaft zwischen beiden Seiten soll den Angaben zufolge die langfristige internationale Wachstums- und Wertschöpfungsstrategie von Avaloq beschleunigen. Der geplante zeitliche Horizont der Beteiligung von Warburg Pincus beträgt sieben Jahre. Die Transaktion sei der erste Schritt hin zu einem möglichen Börsengang in den kommenden Jahren.

„Mitarbeiter und Management von Avaloq sowie der heutige Verwaltungsrat werden bei den Anteilen und bei der Governance in der Mehrheit bleiben. Gleichzeitig werden wir von Warburg Pincus‘ Expertise auf unserem weiteren Weg hin zur Kapitalmarktfähigkeit profitieren“, sagt der Gründer und Geschäftsführer von Avaloq, Francisco Fernandez.

„Mit ihrem Fokus auf Innovation hat Avaloq eine einzigartige Ausgangslage, um von der steigenden Nachfrage nach Software und nach Outsourcing-Dienstleistungen für die Finanzindustrie zu profitieren“, Daniel Zilberman, Leiter Europa bei Warburg Pincus.

Obwohl sich im Herbst vergangenen Jahres mit der BHF-Bank ein wichtiger Kunde gegen die Einführung der Avaloq Banking Suite entschieden und die Zusammenarbeit aufgekündigt hatte, konnte das Softwareunternehmen seinen Umsatz 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 533 Millionen Schweizer Franken steigern.

Umsatz und Ebitda wachsen

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg im gleichen Zeitraum um 41 Prozent auf 82 Millionen Schweizer Franken, gegenüber 58 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2015. Die EBITDA-Marge verbesserte sich um 3,4 Punkte auf 15,4 Prozent. Die Transaktion benötigt noch die Genehmigung der Behörden.

Warburg Pincus investiert in erster Linie in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Fintech. In beiden Sektoren hat die Gesellschaft nach eigenem Bekunden bereits mehr als 10 Milliarden US-Dollar in mehr als 90 Unternehmen - darunter fast 20 Banken –   angelegt.