Banken in den sozialen Netzwerken Reden wir bloß nicht über Geld

Social Media Ranking von Storyclash: Die Haspa punktet bei den Nutzern mit unterschiedlichsten Themen rund um die Hansestadt,  | © Storyclash

Social Media Ranking von Storyclash: Die Haspa punktet bei den Nutzern mit unterschiedlichsten Themen rund um die Hansestadt, Foto: Storyclash

Wer nach Geschäftszahlen im Private Banking die Nase vorn hat, ist hinlänglich bekannt. Doch welche Rolle spielen die Anbieter bei Facebook, Instagram und Co., wo Interaktionen die Währung für Erfolg sind? Wir haben das Unternehmen Storyclash mit Sitz in Linz gebeten, uns ein aktuelles Ranking der Likes und Posts auf Social-Media-Profilen ausgewählter Banken zu erstellen, ergänzt um eine Rangliste der erfolgreichsten Posts in den sozialen Netzwerken.

Ergebnis: Die Haspa dominiert das Feld der von uns abgefragten Banken mit großem Vorsprung. Sie punktet bei den Nutzern mit unterschiedlichsten Themen rund um die Hansestadt, launigen Abkühlungs-Tipps zur sommerlichen Hitzewelle und direkter Ansprache per Du.

Nicht im Private Banking aktiv, aber als Teil der genossenschaftlichen Finanzgruppe ebenfalls erwähnenswert, kommt Schwäbisch Hall mit deutlichem Abstand auf Rang 2: Sie setzt erwartungsgemäß auf Themen rund um das moderne Eigenheim wie „Wallbox: Die Ladestation für Ihr Elektroauto zu Hause“, während Finanzthemen kaum eine Rolle spielen.


Die Commerzbank auf dem dritten Rang nutzt ihren Facebook-Auftritt unter anderem als Service-Plattform, auf der Fragen von Kunden beantwortet werden. Auch die Hauptseite des Sparkassen-Verbundes, die auf Rang 4 landet, erreichte die meisten Interaktionen mit einem Service-Post, in diesem Fall zu den Vorzügen mobilen Bezahlens.

Große Häuser wie BNP Paribas, Deutsche Bank, Hypovereinsbank oder UBS müssen sich mit dem Mittelfeld begnügen, lediglich die Schweizer Großbank kann sich mit ihrem Post zu Chinas Biotech-Revolution weiter vorn in den Top 10 der beliebtesten Einträge platzieren. Fazit: Um die internetaffine Klientel abzuholen, greifen bloße Finanzthemen offenbar zu kurz.