Umfrage zu alternativen Investments Deutschland fällt bei Infrastruktur durch

Philipp Bunnenberg, Leiter alternative Märkte beim BAI

Philipp Bunnenberg, Leiter alternative Märkte beim BAI Bildquelle: BAI

Ausgerechnet in dem Sektor, den institutionelle Investoren derzeit am stärksten nachfragen, schneidet der Standort Deutschland schlecht ab: Bei Infrastrukturinvestments bewerten Anleger das heimische Umfeld in keinem einzigen von acht untersuchten Segmenten besser als das Ausland (siehe Grafik weiter unten). Das ist eines der auffälligsten Ergebnisse des Investor Survey 2026, den der Bundesverband Alternative Investments  (BAI) jetzt veröffentlicht hat. Für die Studie wurden im Juli und August 2026 insgesamt 105 institutionelle Investoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt – gemeinsam verwalten sie rund 2,9 Billionen Euro.

Insgesamt gehen nehmen alternative Investments jedoch in den Portfolios weiter an Gewicht zu. Ihr Anteil kletterte binnen eines Jahres von 30,3 auf 32,3 Prozent. Auch die Selbsteinschätzung der Marktteilnehmer hat sich weiterentwickelt: 72 Prozent der befragten Investoren stufen ihr Team inzwischen als (nahezu) Experten in Sachen Alternative Investments ein – ein neuer Höchstwert.

Infrastruktur im Ausland attraktiver als in Deutschland

Infrastructure Equity ist mit 84 Prozent Investorenanteil die am weitesten verbreitete alternative Anlageklasse im Survey (Vorjahr: 79 Prozent), begleitet vom höchsten Sentiment-Wert aller Kategorien: plus 1,28 Punkte. Sentiment- und Performance-Einschätzungen erfragt der BAI auf einer Skala von -3 (sehr negativ) bis +3 (sehr positiv); Werte über null sind entsprechend als positive, Werte darunter als negative Tendenz zu lesen.

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