Bafin-Chef zu Regulierungserleichterungen „Kleinere Banken sollten sich keinen Illusionen hingeben“

Felix Hufeld: Der Bafin-Präsident hat seine Vorstellungen von Verhältnismäßigkeit bei der Regulierung präzisiert.  | © Bafin

Felix Hufeld: Der Bafin-Präsident hat seine Vorstellungen von Verhältnismäßigkeit bei der Regulierung präzisiert. Foto: Bafin

Bafin-Präsident Felix Hufeld hat auf der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“ seine Vorstellungen von Verhältnismäßigkeit bei der Regulierung kleinerer Banken dargelegt. Das berichtet die „Börsen-Zeitung“ (kostenpflichtig). Bereits Ende Juni hatte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret erklärt, es werde Erleichterungen für kleinere Häuser geben, die strengen Regeln für Eigenkapital und Liquidität stünden aber nicht zur Debatte.

Auf der Veranstaltung in Frankfurt bestätigte der 56-jährige Hufeld nun Dombrets Einschätzung: „Wir wollen die Proportionalität in der Regulierung verstärken, aber ohne die Grundlagen der Kapital- und Liquiditätsregeln zu verletzen“, zitiert das Blatt Hufeld. Stattdessen gehe es etwa um Erleichterungen im Meldewesen, bei Veröffentlichungspflichten sowie bei den Vorgaben zur Vergütung und anderen Regulierungsfeldern in der Verhaltensüberwachung.

Auch in Sachen Stresstests dürfen die kleineren Häuser keine Sonderbehandlung erwarten: Sie gehörten zu den zentralen Instrumenten und die dabei gewonnenen seien jede Anstrengung wert. Die kleineren Adressen sollten sich in dieser Frage keinen Illusionen hingeben, so Hufeld.