Bafin bremst Family Office Deutsche Oppenheim: Häuser wird vorerst nicht Vorstand

Jörn Matthias Häuser (45) wird vorerst nicht in den Vorstand der Deutsche Oppenheim Family Office AG einziehen. Das bestätigt das Family Office auf Nachfrage des private banking magazins.

Häuser werde am 1.Oktober seine Arbeit als Chief Operating Officer (COO) bei der Deutschen Oppenheim Family Office AG aufnehmen, zunächst als Generalbevollmächtigter des Unternehmens.

Nicht jedoch, wie geplant, als Vorstandsmitglied. Für eine solche Personalie muss die Bafin grünes Licht geben und dies ist in diesem Fall nicht erfolgt. Die Bafin habe empfohlen, die Ernennung von Herrn Dr. Häuser zum Vorstand zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen und Herrn Häuser zunächst die Gelegenheit zu geben, sich in die Besonderheiten des Family-Office-Geschäftes einzuarbeiten, heißt es dazu von der Deutsche Oppenheim (siehe auch „Welche Macht hat die Bafin?“).

Häuser ist promovierter Physiker und arbeitet seit 2000 bei der Deutschen Bank, zuletzt als COO für das Bankhaus Sal. Oppenheim, wo ihm Dirk Franz nachfolgt. Bei der Deutsche Oppenheim Family Office AG soll er das Vermögenscontrolling und -reporting verantworten.

Bereits Anfang Juli gab das Family Office Veränderungen im Vorstand bekannt. Klaus Kuder, langjähriges Vorstandsmitglied, verlässt das Unternehmen am 1. Oktober. Kuder wird künftig ein Single Family Office leiten und das Vermögen eines Mandanten betreuen.

Neuer Vorstandsvorsitzender ist seit dem 1. September Dr. Thomas Rüschen. Rüschen kommt ebenfalls von der Deutschen Bank. Dort ist er seit 1990 in verschiedenen Positionen tätig ist. Zuletzt verantwortete er als Mitglied der erweiterten Geschäftsführung der Deutsche Asset & Wealth Management Investment die Betreuung wichtiger Asset Management-Kunden.

Zu den weiteren Vorstandsmitgliedern der Deutsche Oppenheim gehören Stefan Freytag, Dr. Markus Küppers und Andreas Pichler.