Private Banking in China Ausländer gesucht

Ein Fahrradfahrer überholt einen Rolls Royce in Shanghai. Armut und Reichtum liegen in China oft nah beieinander.  | © Getty Images

Ein Fahrradfahrer überholt einen Rolls Royce in Shanghai. Armut und Reichtum liegen in China oft nah beieinander. Foto: Getty Images

Der Wohlstand in China wächst – und mit ihm auch die Geschäftsaussichten fürs Private Banking. Das geht aus dem „China Private Banking Report 2012“ hervor, den die amerikanischen Beratungsfirma Mc Kinsey anfertigte. Demnach seien exakt die Hälfte aller Asiaten (Japan ausgenommen) mit über 1 Million US-Dollar an investierbarem Vermögen Chinesen. Diese betitelt die Studie als High Networth Individuals (HNWI).

Die 700 von Mc Kinsey befragten HNWI sind prinzipiell ausländischen Anlageprodukten gegenüber offen, mehr als die Hälfte aller Befragten (57 Prozent) plant in den kommenden Jahren, auch außerhalb Chinas Geld anzulegen. Tatsächlich sind aber erst 10 Prozent des Vermögens im Ausland investiert, der Rest steckt in chinesischen Anlageprodukten.

Doch gerade ein strukturiertes und vermögende Chinesen überzeugendes Investment-Angebot scheint zu fehlen. So besagt die Studie, dass 40 Prozent der Befragten nicht mit der Qualität des Bank-Services zufrieden sind. Zudem ist 45 Prozent der Befragten nicht bekannt, was ein strukturiertes Private Banking für sie bietet – und das trotz eines speziell in China schon seit Jahren boomenden Beratungsmarktes.

Das Vertrauen in Banken ist offenbar gering. Die Hälfte aller befragten HNWI lässt nur 20 Prozent ihres Vermögens von ihrer Hausbank verwalten. Sie würden den Anteil aber auf 40 Prozent aufstocken, wenn die Bank ihre finanziellen Bedürfnisse erfüllen könnte, so die Studie.