Ausblick Schwellenländer Welche Chancen Anleihen in Lokalwährung bieten

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Wie geht es weiter in den Schwellenländern?

Das Auslaufen der quantitativen Lockerung (QE) und zu erwartende wiederholte Zinserhöhungen durch die US-Notenbank dürften im Zusammenspiel mit steigendem Inflationsdruck in den USA zu den folgenschwersten Faktoren für die globalen Finanzmärkte 2018 und darüber hinaus gehören. Anleger, die nicht auf den Schwenk von der Erholungsphase lockerer Geldpolitik in eine auf wirtschaftliche Expansion setzende Nach-QE-Ära vorbereitet sind, können einem erheblichen Risiko ausgesetzt sein.

Wir sind der Meinung, dass es für Anlagen in Schwellenländern 2018 von wesentlicher Bedeutung sein wird, die breit angelegten Risiken zu vermeiden und nicht systemische Renditequellen zu finden, die steigende Zinsen aushalten und eine Überrendite zur Marktperformance erzielen können.

Abbildung 6: Renditen für Staatsanleihen: Zwei- und Zehnjährige Renditen (Rendite 8-jähriger ghanaischer Staatsanleihen in Lokalwährung)

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                                                                       Quelle: Bloomberg. Nur zur Veranschaulichung und als Diskussionsgrundlage

Schlussfolgerung

Bei der Umsetzung einer Lösung für auf Lokalwährung lautende Schwellenländeranleihen muss Selektivität an erster Stelle stehen. Anleger sollten die Schwellenländer nicht als einheitliche Vermögensklasse betrachten, sondern gezielt zwischen den einzelnen Ländern differenzieren. Anleger, die entweder auf passive oder aktive, indexnachbildende Strategien setzen, sind potenzieller Volatilität und Kapitalverlusten nach stärker ausgesetzt, da sie gezwungen sind, die Anlageklasse geschlossen und ohne Berücksichtigung der Fundamentaldaten und der jeweiligen Risiken einzelner Länder zu halten.

Der Schlüssel zu erfolgreichen Anlagen in auf Lokalwährung lautenden Schwellenländeranleihen besteht darin, einen Investment-Ansatz anzuwenden, der von Research getrieben ist und auf festen Überzeugungen hinsichtlich zukünftigen Potenzials beruht.