Ausblick drittes Quartal Aktien aus Europa und den Schwellenländern bleiben vielversprechend

Tine Choi, Chefstrategin bei Danske Invest: „Der Aufschwung hat noch mehr zu bieten“ | © Danske Invest

Tine Choi, Chefstrategin bei Danske Invest: „Der Aufschwung hat noch mehr zu bieten“ Foto: Danske Invest

Doch zunächst wirft Choi einen Blick auf den Ist-Zustand und warum Anleger derzeit eher zurückhaltend agieren: Zum einen wird von vielen Marktbeobachtern erwartet, dass der Aufschwung in den USA bald ein Ende haben, es anschließend zu einem Abschwung kommen wird und 2019 eine Rezession droht. Daher fahren viele Anleger ihre Engagements zurück.

Anzeichen für eine Rezession?

Des Weiteren sinken einige relevante Kennzahlen. Dadurch kommt es zu leichten Kursrückgängen. Das wiederum stärkt die Meinung, dass sich der Aufschwung nicht bis ins Unendliche halten wird. Zuletzt sind die US-Zinsen in die Höhe geschossen und die Zinskurve hat sich abgeflacht. Historisch gesehen ist das ein Anzeichen für eine Rezession und hat die Anleger aufmerksam werden lassen.

Choi widerspricht diesen Argumenten nicht und geht damit konform, dass die Konjunkturentwicklung einen „gewissen Reifegrad erreicht hat“. Jedoch sei eine Rezession in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Für diese Überzeugung beruft sich Tine Choi auf drei verschiedene Indikatoren: (1) Die Zinskurve liegt weiter in sicherem Terrain, (2) der Konjunkturoptimismus bleibt oder (3) die niedrige Inflation dominiert weiterhin.

Auf diesen Argumenten baut die Allokation von Danske Invest auf. Laut Choi bietet der Aktienmarkt noch viel Luft nach oben, daher gewichtet Danske Invest Aktien über und Anleihen unter. Da die Gewinnerwartungen der Unternehmen nach oben korrigiert werden, profitiert der Aktienmarkt. So können sich die Anleger darauf konzentrieren, „dass der Aufschwung noch mehr zu bieten hat“, so Choi. Die Erwartungen bei den Renditen für globale Aktien in Lokalwährung liegen daher bei zehn bis zwölf Prozent.

Europa und Schwellenländer bleiben vielversprechend

Besonders zwei Regionen sieht Danske Invest als vielversprechend an: Zum einen Europa, denn die Europäer hängen dem Entwicklungszyklus der USA hinterher und haben daher noch Steigerungspotenzial. Und zum anderen die Schwellenländer, da sie vom globalen Aufschwung profitieren. So haben Brasilien und Russland ihre Rezessionen hinter sich und China ist weiterhin ein spannendes Investment. Das Wachstum im Reich der Mitte dürfte sich zwar verlangsamen, aber es wird keinen tiefen Fall geben, sodass der Markt auch weiterhin interessant bleibt.

Den vollständigen Ausblick auf das 3. Quartal 2018 können Sie hier herunterladen.