Ausblick auf Kapitalmärkte BW-Bank-Vorstand im Gespräch mit LBBW-Chefvolkswirt

Thomas Rosenfeld (l.), Vorstand der BW-Bank, stellt Fragen zu den Kapitalmärkten an LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert.

Thomas Rosenfeld (l.), Vorstand der BW-Bank, stellt Fragen zu den Kapitalmärkten an LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert.

Nach Bundestagswahl 2017 und Fed-Entscheid: Uwe Burkert, Chefvolkswirt und Leiter Research der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) schätzt in diesem Video die aktuelle Lage an den Finanzmärkten ein. Die Fragen aus Sicht der Anleger stellt Thomas Rosenfeld, Vorstand der BW-Bank.

Burkert rechnet unter anderem damit, dass in Deutschland CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen eine Regierung bilden werden. Mit der sogenannten Jamaika-Koalition erreicht Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr Ziel einer stabilen Regierung. Daher wird der Ausgang der Gespräche sich kaum auf die Kapitalmärkte auswirken.

Auf die deutsche Wirtschaft hätte die neue Regierung schon deutlich mehr Einfluss, so Burkert. Durch das Mitwirken der Partei Bündnis 90/Die Grünen erhöht sich der Druck auf die Unternehmen, das Thema Nachhaltigkeit stärker zu verfolgen. Gerade die Automobil-Branche dürfte von dem Thema betroffen sein und verstärkt in die Pflicht genommen werden, wie sich am Beispiel Baden-Württemberg bereits zeigt.

Die jüngsten Ankündigungen der US-Notenbank Fed begrüßt der LBBW-Chefvolkswirt: Sie sind ein Zeichen für einen weiteren Schritt in Richtung Normalität. „Das gibt auch der Europäischen Zentralbank mehr Spielraum für ihre Politik“,  so Burkert. Beim Anleger werden die Auswirkungen jedoch in Form von höheren Zinsen erst sehr viel später ankommen.