Aus der Nische ins Rampenlicht Blackrock erwartet Private-Equity-Boom

Blackrock-Büro in London: Der weltgrößte Vermögensverwalter, 6,5 Billionen US-Dollar Kundengelder, misst der Anlageklasse Private Equity eine größere Rolle zu. | © Getty Images

Blackrock-Büro in London: Der weltgrößte Vermögensverwalter, 6,5 Billionen US-Dollar Kundengelder, misst der Anlageklasse Private Equity eine größere Rolle zu. Foto: Getty Images

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock erwartet enormes Wachstum für Private Equity. Die alternative Anlageklasse könnte laut Ergebnissen einer Untersuchung, die dem „Handelsblatt (bezahlpflichtig)“ exklusiv vorliegen, in den kommenden Jahren in völlig neue Dimensionen vorstoßen. Weltweit belaufe sich das verfügbare Beteiligungskapital laut Bloomberg-Daten aktuell auf 1,3 Billionen US-Dollar.

Besonders in Deutschland sei Private Equity zwar als Nische beliebt, habe sich aber noch nicht final durchgesetzt, vor allem im Vergleich zu den großen Anlageklassen Aktien und Anleihen. Versicherungen, Pensionsfonds und Stiftungen hierzulande legten meist nur einen kleinen Betrag an, der häufig bei 1 bis 3 Prozent der gesamten Anlagesumme liege. Das dürfte sich aufgrund der schwierigen Marktlage und mangels alternativen Anlageoptionen demnächst ändern, heißt es. Die Blackrock-Ergebnisse zeigten, ein Investment von 20 bis 40 Prozent in private Märkte, zu denen der Vermögensverwalter Private Equity zählt, sei sinnvoll, zitiert das „Handelsblatt“ Jean Boivin, Leiter des Investment-Instituts.

Institutionelle Investoren versuchten derzeit, ihre Portfolios gegen eine mögliche Krise zu wappnen, so der Blackrock-Manager weiter: „Die besten 25 Prozent der Private-Equity-Häuser erreichen eine höhere Rendite von zwei bis vier Prozentpunkten gegenüber dem Durchschnittsertrag an den öffentlichen Börsen", so Boivin gegenüber dem „Handelsblatt“. Auf Sicht von 50 Jahren sei eine Rendite vor Gebühren von etwa 13 Prozent bei Private Equity in den USA möglich.