Seit bald zwei Jahren stehen die Kräne an der Alten Akademie im Herzen Münchens still. Nun soll Bewegung in die Sache kommen: Die Familienstiftung des verstorbenen Industriellen Heinz Herrmann Thiele wird in der Alpenmetropole als Käufer gehandelt. Das geht aus Berichten der Süddeutschen Zeitung (SZ) und der Tageszeitung (TZ) hervor. Diverse Quellen, die nicht genannt werden möchten, haben die Berichte der Redaktion gegenüber bestätigt.
Dieser Artikel richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren. Bitte melden Sie sich daher einmal kurz an und machen einige berufliche Angaben. Geht ganz schnell und ist selbstverständlich kostenlos.
Seit bald zwei Jahren stehen die Kräne an der Alten Akademie im Herzen Münchens still. Nun soll Bewegung in die Sache kommen: Die Familienstiftung des verstorbenen Industriellen Heinz Herrmann Thiele wird in der Alpenmetropole als Käufer gehandelt. Das geht aus Berichten der Süddeutschen Zeitung (SZ) und der Tageszeitung (TZ) hervor. Diverse Quellen, die nicht genannt werden möchten, haben die Berichte der Redaktion gegenüber bestätigt.
Kaufkonsortium aus Familienstiftung und Immobilienunternehmer
2012 verließ das Kaufhaus Hettlage als letzter Nutzer die Alte Akademie. 2013 vergab der damalige Finanzminister Markus Söder den 30.000 Quadratmeter großen Gebäudekomplex für 240 Millionen Euro auf 65 Jahre in Erbpacht an die österreichische Signa-Gruppe von René Benko. Der Freistaat ist seit Benkos Insolvenz im Jahr 2023 offen für neue Investoren. Auf der Käuferseite stehen laut SZ die Stiftung der Familie Thiele und das Immobilienunternehmen Hammer. Gläubiger sind unter anderem die Stadtsparkasse München und die Bayerische Landesbank.
Kaufsumme im dreistelligen Millionenbereich
Josef Zellmeier, Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Bayerischen Landtag, sagte gegenüber der SZ, er sehe den „Verkauf der Alten Akademie gerechtfertigt“, um im Verkaufsprozess „zu einer vernünftigen Lösung zu kommen“. Im Gespräch sei ein dreistelliger Millionenbetrag. Der Deal soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Laut TZ soll die Alte Akademie sogar bereits verkauft sein.
Die Stadtsparkasse München beruft sich auf Nachfrage gegenüber dieser Redaktion auf das Bankengeheimnis. Die Bayerische Landesbank verwies nach Anfrage auf den Insolvenzverwalter der Signa-Gruppe. Von der Kanzlei Abel Rechtsanwälte, die zur Sanierungsverwalterin der Signa Prime bestellt wurde, gab es bislang auf Anfrage keine Antwort. Von der in Betracht stehenden Käuferseite heißt es dazu: „Die Hammer AG äußert sich grundsätzlich nicht zu laufenden Verfahren“, so Pressesprecher Josef Girshovich – und auch die Familienstiftung ließ eine Anfrage der Redaktion bislang unbeantwortet.
„Schandfleck soll Vergangenheit angehören“
Fakt hingegen ist, dass es mit der Immobilie in präsenter Lage endlich wieder voran gehen soll. Münchens Politikbetrieb ist die Baustellenruine zwischen Edelkaufhaus Oberpollinger und barocker Kirche St. Michael ein Dorn im Auge. Münchens Oberbügermeister Dieter Reiter hofft gegenüber der SZ, dass der „Schandfleck in der Fußgängerzone bald der Vergangenheit angehört.“ Die Hammer Immobilienverwaltung wiederum gehört CSU-Stadtrat Hans Hammer.
Die Thiele Familienstiftung wurde 2023 gegründet. Die Stiftung verwaltet das Vermögen des 2021 verstorbenen Industriellen Heinz Herrmann Thiele, dessen Höhe im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich liegen soll. Bevor die Stiftung ihre Arbeit aufnehmen konnte, mussten diverse juristische Fragen geklärt werden.