Aufnahme in Leitindex ATX Aktie der österreichischen Bank Bawag startet unter Ausgabepreis

Zum Handelsstart läutet Bawag-Chef Anas Abuzaakouk (l.) gemeinsam mit dem Wiener Börsenchef Christoph Boschan die Börsenglocke. | © APA-Fotoservice

Zum Handelsstart läutet Bawag-Chef Anas Abuzaakouk (l.) gemeinsam mit dem Wiener Börsenchef Christoph Boschan die Börsenglocke. Foto: APA-Fotoservice

Zum Börsenstart der österreichischen Bank Bawag P.S.K. fiel der Aktienkurs direkt unter den Ausgabepreis von 48 Euro. Der erste Kurs an der Wiener Börse lag gestern bei 47,40 Euro, auch heute liegt er aktuell mit 46,50 Euro noch darunter. Mit einem Emissionsvolumen von 1,93 Milliarden Euro ist der Börsengang der Südwestbank-Eigentümerin der bisher größte IPO Österreichs.

Zudem wird die Aktie der Bawag am morgigen Freitag Einzug in den österreichischen Leitindex Austrian Traded Index (ATX) erhalten, wie die Wiener Börse in einer Pressemeldung ankündigte. Unter den 20 Unternehmen des Index ersetzt sie dort die Papiere des Industriezulieferers RHI, die nach der Verschmelzung mit Magnesita an die Londoner Börse umziehen. „Die direkte Aufnahme in den Leitindex bringt von Beginn an maximale Aufmerksamkeit für die Aktie“, sagt Christoph Boschan, Chef der Wiener Börse.

Mit einer Gewichtung von mehr als 4 Prozent wird die Aktie der Südwestbank-Eigentümerin direkt zu den ATX-Schwergewichten zählen. Dieser Umstand hat ihr laut Mitteilung auch zur sofortigen Aufnahme in den Index verholfen.

Die Marktkapitalisierung der Bawag-Bank belief sich zum Börsenstart den Angaben zufolge auf 4,7 Milliarden Euro. Von den insgesamt 100 Millionen Stück Aktien des Unternehmens befinden sich 39,9 Prozent im Streubesitz. Das Börsendebüt der Bawag sei 2017 Europas drittgrößter IPO und zähle zu den Top-10 Börsengängen weltweit dieses Jahr.

Die Altaktionäre um die US-Finanzinvestoren Cerberus und Golden Tree sollen – abhänging davon, wie sich der Kurs entwickelt – zwischen 1,68 und 1,93 Milliarden Euro für ihre Anteile erhalten. Sie hatten das Geldhaus 2007 für 3,2 Milliarden Euro gekauft.