Aufholen zu USA und China EU fördert KI und Blockchain mit Milliarden-Fonds

Helen Kopman, Vize-Chefin des Bereichs Digitale Innovation und Blockchain der Direction Générale Connect der EU-Kommission:  „Das ist das erste Mal, dass die EU sich an einem so zielgerichteten Finanzinstrument versucht.“ | © youtube/WSIS FORUM/Screenshot pbm

Helen Kopman, Vize-Chefin des Bereichs Digitale Innovation und Blockchain der Direction Générale Connect der EU-Kommission: „Das ist das erste Mal, dass die EU sich an einem so zielgerichteten Finanzinstrument versucht.“ Foto: youtube/WSIS FORUM/Screenshot pbm

Die Europäische Kommission und der Europäische Investitionsfonds EIF legen einen Fonds zur Förderung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Blockchain auf. Hintergrund ist die Sorge, China und die USA könnten ihren Vorsprung beim Thema digitaler Wandel weiter ausbauen. Das berichtet das europäische Unternehmerportal „Sifted“.

Kommendes Jahr sollen so zwischen 300 und 400 Millionen Euro in die Bereiche KI und Blockchain fließen. 100 Millionen Euro davon wollen Kommission und EIF stellen, für den Rest setzt man auf private Geldgeber als Co-Investoren. Ab 2021 soll das Volumen des Fonds im Rahmen des Invest-EU-Programms auf bis zu 2 Milliarden Euro anwachsen. 

Zum Vergleich: Obwohl die EU mit 39 Milliarden Euro im laufenden Jahr so viel Venture Capital für europäische Unternehmen bereitgestellt hat wie nie, erreicht sie damit immer noch nur die Hälfte der entsprechenden Investitionen in Asien und sogar nur ein Drittel der US-Investitionen.

„In Europa fließen im Vergleich zu den USA und Asien noch immer zu wenig Investitionen, vor allem in den Bereich KI“, sagt Helen Kopman, Vize-Chefin des Bereichs Digitale Innovation und Blockchain der Direction Générale Connect der EU-Kommission. „100 Millionen Euro mögen wirken wie der Tropfen auf den heißen Stein, aber es ist ein Anfang. Das ist das erste Mal, dass die EU sich an einem so zielgerichteten Finanzinstrument versucht.“