Ex-Talanx-Finanzchef Atomfonds holt Vorsitzenden für den Anlageausschuss

Immo Querner übernimmt Verantwortung beim Atomfonds

Immo Querner übernimmt Verantwortung beim Atomfonds: Der Manager sitzt zudem unter anderem im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn Foto: Talanx

Das Finanzministeriun hatte ihn vorgeschlagen, nun ist Immo Querner Mitglied und Vorsitzender des Anlageausschusses des Kenfo, des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung. Der Anlageausschuss besteht aus fünf Expertinnen und Experten im Bereich der Portfolioverwaltung, Mittelanlage oder Risisikosteuereung und berät das Kuratorium in Anlage- und Riskofragen.

Querner tritt die Nachfolge des aus privaten Gründen ausscheidenden Maximilian Zimmerer an, der als Vorsitzender des Anlageausschusses den Aufbau des Kenfo seit seiner Gründung 2017 begleitet hat. Neben Querner gehören dem Anlageausschuss weiterhin Martin Korbmacher, Elga Bartsch, Mats Andersson und Jochen Wermuth an.

Der Kuratoriumsvorsitzende Thorsten Herdan, Abteilungsleiter Energiepolitik im Bundeswirtschaftsministerium erklärte: „Es freut uns, mit Herrn Dr. Querner einen ausgewiesenen Experten für den Vorsitz des Anlageausschusses gewonnen zu haben. Die Beratung des Kuratoriums durch den Anlageausschuss hat sich, insbesondere hinsichtlich der Chancen eines langfristig ausgerichteten Anlegers wie Kenfo, seine Vorteile für renditestarke Anlagen zu nutzen, als wertvoll und wichtigerwiesen. Mein besonderer Dank gilt Herrn Dr. Zimmerer, der die Entwicklung des Kenfo als ersten deutschen Staatsfonds mit seinem klugen und konstruktiven Rat bisher maßgeblich geprägt hat. Herrn Dr. Querner wünsche ich viel Erfolg und Freude an der neuen Aufgabe.“


Seinen Karriere startete Querner 1992 als Unternehmensberater. Vier Jahre später wechselte er ins Versicherungswesen. 2002 wurde er zum Finanzvorstand (CFO) des Gerling-Konzerns ernannt. Nach der Übernahme durch die Talanx-Gruppe war er ab 2006 Finanzvorstand der HDI und der Talanx. Seit dem vergangenen Jahr ist er zudem Vorsitzender des Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn. Seit Februar 2021 sitz er im Verwaltungsrat der Investmentgesellschaft Assenagon Asset Management.

Über den Kenfo
Der Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (Kenfo) wurde 2017 aufgelegt. Die vier deutschen Kernkraftwerk-Betreiber Eon, Enbw Energie Baden-Württemberg, RWE und Vattenfall  haben 24,1 Milliarden Euro eingezahlt. Der Fonds soll das Geld investieren und mit Hilfe der Kapitalerträge die Suche nach geeigneten Zwischen- und Endlagern finanzieren. Bei der Geldanlage dieses ersten deutschen Staatsfonds sollen neben der Rendite auch ESG–Kriterien eine Rolle in der Anlagestrategie spielen.