Fonds- und VV-Datenbank Asset Standard führt ESG-Bewertungen ein

Klaus-Dieter Erdmann, Geschäftsführer von Asset Standard

Klaus-Dieter Erdmann, Geschäftsführer von Asset Standard: Er bescheinigt der Offenlegungsverordnung entschieden gegen Greenwashin bei Fondsprodukten vorzugehen. Foto: Uwe Nölke

Asset Standard, eine Datenbank für Fonds und Vermögensverwaltungen, erweitert ihre Fondsdaten um das Thema Nachhaltigkeit. Damit reagiert die MMD-Tochter auf das wachsende Interesse nach grünen Investments. Zudem wolle man auf diese Weise Transparenz und Vergleichbarkeit fördern.

Konkret deckt das erweiterte Angebot des Vergleichsportals für Asset Manager die Offenlegungspflichten ab, die am 10. März 2021 in Kraft traten. Diese gelten für Anbieter und Berater von Fondsprodukten und schreiben ihnen vor, ihre Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit zu dokumentieren und zu belegen. Vorgeschrieben für Fonds ist die Veröffentlichung in vorvertraglichen Dokumenten, wie etwa dem Verkaufsprospekt.

Weiterhin veröffentlicht Asset Standard nun auch den Ethisch Dynamischen Anteil (EDA) der Firma Mountain-View Data. Der EDA-Score liegt zwischen 0 und 100 und soll das objektive Screening von Finanzprodukten und die Überprüfung von Portfolioinhalten ermöglichen. Dabei bewertet Mountain-View Data Unternehmen und Länder auf Basis von Positiv- und Negativkriterien.

Als dritten und letzten Nachhaltigkeitsmaßstab führt Asset Standard neu das FNG-Siegel ein. Dieses verfolgt eine ganzheitliche Methodik und basiert auf einem Mindeststandard. Dazu zählen Transparenzkriterien und die Berücksichtigung der Prinzipien des UN Global Compact. Auch müssen alle Unternehmen des jeweiligen Fonds explizit auf Nachhaltigkeitskriterien hin analysiert werden.

Aus Sicht von Klaus-Dieter Erdmann, Geschäftsführer von Asset Standard, ist die Offenlegungsverordnung ein wirkungsvolles Instrument, um Greenwashing in Portfolio einzudämmen. Man müsse sich jede Strategie und jedes Portfolio im Detail ansehen, ob auch wirklich Nachhaltigkeit verankert wurde oder der Begriff nicht nur aus Marketingzwecken verwendet wurde, ganz salopp, „ob auch drin ist was draufsteht“. Bewertungen und Ratings wie der EDA und das FNG-Siegel lieferten darüber hinaus weitere Anhaltspunkte zur nachhaltigen Ausrichtung des Fonds und erleichtern dem Anleger die Analyse.