Asset-Klasse Hotel Über die Bettkante hinaus

Asset-Klasse Hotel: Über die Bettkante hinaus

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Hier ist man gern zu Gast. 245 Bewertungen, davon 172-mal „Ausgezeichnet“ und 55-mal „Sehr gut“. Das im April 2015 eröffnete Hotel Schani in Wien bekommt auf Tripadvisor Bestnoten. „Designerhotel mit toller Lage am Hauptbahnhof. Sehr gutes Frühstücksbuffet, mit ausgezeichnetem, frischem Gebäck. Wer ein Hotel sucht, in dem man auch noch arbeiten kann – das sollte man auf jeden Fall einmal probieren“, schreibt Erwin Smole aus Österreich auf der Reise-Website. „Das Highlight ist der Nassbereich, der ins Schlafzimmer integriert ist“, so Etienne B. Und Gudi2016 ist „schon im Vorfeld aufgefallen, dass das Schani etwas anders ist. Ob im Lift, an der Bar, beim Check-in, im Zimmer, beim Frühstück – überall ein bissl mehr!“

Individuelle Zimmerauswahl nach Reservierung, Online-Check-in vor der Anreise, Zimmerschlüssel auf dem Handy und Coworking Space in der Lobby: Im Schani machen die Gäste schon heute eine Reise in die Zukunft. Es wurde zusammen mit dem Fraunhofer IAO in Stuttgart entwickelt. Seit 2008 forscht dort Vanessa Borkmann, Architektin und Stadtplanerin, am Projekt „FutureHotel“. Das Schani ist das erste Haus, das die Theorie in die Praxis umsetzt. Neben automatisiertem Check-in und Türöffnung per Smartphone wird hier auch die interaktive Steuerung von Beleuchtung, Raumklima und Bett auf die Praxistauglichkeit getestet.

„Das Hotel der Zukunft ist deutlich digitaler und hat keine klassischen Grundrisse mehr“, sagt Borkmann. Bisher waren Hotels wie Schachteln gebaut, Bad im Eingangsbereich des Zimmers, ein Entrée mit langem Rezeptionstresen, dann Übergang zur Lobby und darauf folgend der Verpflegungsbereich. Borkmann: „Künftig brauchen Hotels keinen klassischen Rezeptionstresen mehr, das Bad wird zum Wellness-Bereich und die Lobby zum großzügigen multifunktionalen Begegnungsort.“ Im Business-Segment werde es zudem immer wichtiger, attraktive Arbeitsbereiche einzurichten. „Der moderne Business-Gast will im Hotel auch kleine, informelle Treffen abhalten können“, so Borkmann.