Trendbericht zur Goldnachfrage Asiaten langen zu

Trendbericht zur Goldnachfrage: Asiaten langen zu | © Getty Images

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Während westliche Hedgefonds ihre Positionen schließen und damit börsengehandelte Gold-Vehikel (Gold-ETFs) aus den Portfolios werfen , freuen sich vor allem Goldkäufer in Asien und greifen zu. Deren Nachfrage in Form von Schmuck, Münzen und Barren stieg im zweiten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 53 Prozent auf 1.083 Tonnen.Das geht aus dem Quartalsbericht des World Gold Councils (WGC) hervor.

In China stieg die Gold-Nachfrage auf 276 Tonnen – 87 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2012. In Indien war der Anstieg der Nachfrage mit 71 Prozent zwar nicht so stark wie in China, dafür fragten die Inder allerdings mit 310 Tonnen absolut gesehen weit mehr nach als die Chinesen.

Den rasante Anstieg der Goldnachfrage in beiden Ländern führt WGC auf Investoren zurück, die in großen Mengen Barren und Goldmünzen kaufen, um von einem erwarteten Preisanstieg zu profitieren. Die Nachfragemenge nach ausschließlich diesen Sachwerten wuchs um 157 Prozent in China und um 157 Prozent in Indien. Auch der weltweite Investorenhunger nach Barren und Münzen ist so groß wie nie zuvor: So fragten Anleger im vergangenen Quartal weltweit 78 Prozent mehr Gold nach, als im Vergleichszeitraum 2012.

Die Zentralbanken sind weiterhin Nettokäufer. Im mittlerweile zehnten Jahr in Folge fragten sie im zweiten Quartal weltweit unterm Strich 71 Tonnen Gold nach. Noch 2012 hatten sie mit 165 Tonnen einen Nachfragerekord hingelegt.

Die weltweite Gesamt-Goldnachfrage sank unterdessen um 12 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2012 auf 856 Tonnen, was einem Wert von fast 39 Milliarden Dollar (31 Milliarden Euro) entspricht. Die großen Nettoabflüsse aus ETFs von 402 Tonnen, im Wert von 18,3 Milliarden US-Dollar, glichen die Direktinvestitionen in Gold-Sachwerte allerdings aus.

Die Nachfrage im Technologiesektor blieb stabil, bei einem schwachen Anstieg um 1 Prozent, beziehungsweise 104 Tonnen.

Die Minenproduktion lag bei 732 Tonnen und damit 4 Prozent höher als im zweiten Quartal 2012. Gleichzeitig ging jedoch das Recycling um 21 Prozent zurück. Insgesamt führte dies zu einem um 6 Prozentpunkte geschrumpften Angebot.