Apple Card Kundenkarte von Goldman Sachs gibt Frauen weniger Kredit

Apple-Chef Tim Cook stellt auf einem Produkt-Event im März 2019 die Kreditkarte des iPhone-Konzerns vor. | © Getty Images

Apple-Chef Tim Cook stellt auf einem Produkt-Event im März 2019 die Kreditkarte des iPhone-Konzerns vor. Foto: Getty Images

Die gemeinsame Kreditkarte von Goldman Sachs und Apple steht in der Kritik: Zwei bekannte IT-Experten melden per Mikroblogging-Dienst Twitter, dass ihre Ehefrauen nach Anmeldung für das Zahlungsmittel einen deutlich kleineren Kreditrahmen eingeräumt bekamen als sie selbst, berichtet das „Handelsblatt“ (bezahlpflichtig). Die US-Bank weist laut bericht die Vorwürfe zurück, dass ihre Algorithmen Frauen diskriminieren würden. Finanzregulierer in New York sollen eine Untersuchung der Vorgänge angekündigt haben.

Der US-Unternehmer David Heinemeier Hansson twitterte, seine Frau habe bei ihrer Apple Card trotz identischer Bonitätsmerkmale einen um den Faktor 20 geringeren Kreditrahmen erhalten als er mit seiner. Auch Apple-Mitgründer Steve Wozniak meldete sich in ähnlicher Form zu Wort: Ihm habe die Apple Card einen zehnmal höheren Kreditrahmen eingeräumt als seiner Frau. Trotz des Umstands, dass das Ehepaar Wozniak keine getrennten Bank- oder Kreditkartenkonten führe oder irgendeine Gütertrennung habe.

Goldman Sachs und Apple wollten mit der Kreditkarte den Angaben zufolge vor allem zahlungskräftige und technikaffine Kunden erreichen. Für die Großbank sei diese erste Kreditkarte in der Geschichte des Unternehmens Teil der Strategie, ein Privatkundengeschäft aufzubauen, um die volatilen Umsätze aus dem Investmentbanking abzufedern, heißt es.