Laut Bericht der FAZ Risse im Vorstand der Apobank

Eckhard Lüdering und Jenny Friese aus dem Vorstand der Apobank

Eckhard Lüdering und Jenny Friese aus dem Vorstand der Apobank: Lüdering soll seinen Vertrag nicht verlängern wollen und Friese ihren aufheben lassen wollen. Foto: Apobank

Im Vorstand der Apobank scheinen Veränderungen bevorzustehen: Privatkundenvorständin Jenny Friese verhandelt wohl einen Aufhebungsvertrag, während Risikovorstand Eckhard Lüdering seinen auslaufenden Vorstandskontrakt bei der Bank nicht verlängern möchte. Das jedenfalls berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), die zudem auf ein „Zerwürfnis“ innerhalb des Vorstands hinweist. Gegenüber dem private banking magazin wollte eine Sprecherin die Berichte nicht weiter kommentieren.

 

Dem Gremium gehören neben Friese und Lüdering noch Alexander Müller, der die Großkunden und Märkte verantwortet, sowie IT-Vorstand Holger Wessling an. Vorstandsvorsitzender ist seit März 2021 und nach Ulrich Sommers Abgang im Dezember 2021 Matthias Schellenberg, der zuvor unter anderem führende Positionen bei den Merck Finck Privatbankiers sowie der UBS innehatte. Schellenbergs Kurs soll laut FAZ auch der Grund dafür sein, dass Friese das Institut verlassen möchte.

So hatte die Apobank etwa wegen der gestiegenen bürokratischen Hürden das Aus für Anlageberatung bei Vermögen von unter 250.000 Euro beschlossen. Unter diesem Betrag wird Kunden die hauseigene Vermögensverwaltung angeboten, deren Mindestanlage für die Einsteigerdienstleistung von 10.000 auf 5.000 Euro gesenkt wurde. Eine Smart-Vermögensverwaltung wird ab 50.000 Euro offeriert, die klassische Vermögensverwaltung ab einem Betrag von 250.000 Euro. Neben der Vermögensverwaltung möchte die Bank auch die Selbstentscheider unter den eigenen Kunden besser ansprechen und Dienstleistungen wie Brokerage ausbauen und verbessern. 

Im Fall von Abgängen stehen zwei Nachfolger wohl schon bereit

Hinweise darauf, wie es im Vorstand der neu ausgerichteten Apobank weitergehen könnte, liefert die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrem Artikel ebenfalls. Demnach würden im Falle der Abgänge von Friese und Lüdering wohl schon zwei mögliche Neuzugänge bereitstehen, die in den Vorstand des genossenschaftlichen Institutes einziehen könnten: Ein Kandidat von der HSBC und ein anderer aus der Volkswagen-Finanzsparte könnten dann zur Apobank nach Düsseldorf wechseln.