Anteilsverkäufe und Unternehmensnachfolgen KPMG startet Transaktionsplattform für Familienunternehmen

Vera-Carina Elter, Bereichsvorstand Familienunternehmen bei KPMG: „Unternehmer sind immer stärker darauf angewiesen, auch außerhalb des eigenen Netzwerks nach Lösungen zu suchen“.  | © KPMG

Vera-Carina Elter, Bereichsvorstand Familienunternehmen bei KPMG: „Unternehmer sind immer stärker darauf angewiesen, auch außerhalb des eigenen Netzwerks nach Lösungen zu suchen“. Foto: KPMG

Die Beratungsgesellschaft KPMG hat mit sogenannten Matchmaker eine Online-Plattform für Transaktionen von Familienunternehmen und Mittelständlern gegründet. Ziel ist es, die Unternehmer mit Käufern, Investoren und Nachfolgekandidaten zusammenzubringen.

„Um einen neuen Gesellschafter zu finden, sind Unternehmer immer stärker darauf angewiesen, auch außerhalb des eigenen Netzwerks nach Lösungen zu suchen“, sagt Vera-Carina Elter, Bereichsvorstand Familienunternehmen bei KPMG, „Gleichzeitig gibt es eine Vielzahl an Käufern, Investoren und Nachfolgekandidaten, die an einer Unternehmensbeteiligung interessiert sind.“ Die durchschnittliche Dauer der Suche nach geeigneten Kandidaten von zwei bis drei Jahren zeige, vor welcher Herausforderung die Parteien stünden.

Abhilfe will KPMG mit dem Matchmaker schaffen: Die Online-Plattform soll es Interessenten ermöglichen, qualifizierte Gesprächspartner in einem anonymen und geschützten Raum zu finden und kennenzulernen. Dabei kommt ein Algorithmus zum Einsatz, der ähnlich wie bei Partnervermittlungen auf Grundlage der Suchkriterien nur passende Paarungen zusammenführt.  

Das Angebot richtet sich an Unternehmen aller Branchen in einer Größenordnung ab drei Millionen Euro Umsatz und deren potenzielle Investoren und Käufer. KPMG will die Reichweite nach eigenem Bekunden zudem erweitern, indem die Beratungsgesellschaft eigene Kontakte zu Käufern und Verkäufern mit einbringt.

Verkäufer sind dabei in einer privilegierten Position: Sie bekommen alle relevanten Informationen zuerst und können dann entscheiden, ob sie mit dem Käufer in Kontakt treten möchten. Zeigt der Verkäufer Interesse, erhält der Käufer in einem zweiten Schritt Kurzinformationen zu Branche und Region, aber keine Namen oder Kontaktdetails. Diese gibt der Matchmaker erst nach ausdrücklicher Zustimmung des Verkäufers weiter.