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Anlagestrategien nach Hilfspaketen Hoffnung auf schnelles Abebben der Infektionszahlen

Durch die Corona-Virus-Pandemie reagieren die Aktienmärkte derzeit sehr volatil: Allerdings nähren die staatlichen Hilfspakete die Hoffnung auf eine Erholung.

Durch die Corona-Virus-Pandemie reagieren die Aktienmärkte derzeit sehr volatil: Allerdings nähren die staatlichen Hilfspakete die Hoffnung auf eine Erholung. Foto: imago images / Christian Ohde

Derzeit durchlaufen wir verschiedene Phasen einer weltweiten sozialen und wirtschaftlichen Katastrophe. Aus der Leugnung der Gefahr noch im Februar wurde im März Panik. Aktuell reagieren die Märkte auf die jüngsten massiven politischen Interventionen mit verschiedenen Rettungspaketen. Die Stimmung hat sich leicht verbessert.

Es besteht zurzeit Hoffnung, dass eine echte Katastrophe vermieden werden kann. Dennoch werden Anleger in Bezug auf die längerfristigen Aussichten vorsichtig bleiben, ein weiterer Rückschlag an den Aktienmärkten ist nicht auszuschließen. Nach den massiven fiskal- und geldpolitischen Stimulierungsmaßnahmen ist es jetzt von entscheidender Bedeutung, dass sich in den nächsten zwei Wochen zurückgehende Infektionsraten einstellen. Das sollte aufgrund der Infektionsraten-Entwicklung und der ergriffenen Maßnahmen nun zuerst in Europa geschehen. Die nächste Herausforderung werden die USA sein, wo die Zahlen zurzeit noch alarmierend steigen.

Hoffnung auf schnellen Verlauf

Die Märkte spiegeln die Ansicht wider, dass der wirtschaftliche Schock zwar massiv, aber relativ kurzlebig sein sollte. Die Politik hat ausreichend reagiert, um ein langfristiges wirtschaftliches Problem zu verhindern.

Die Ausweitung der Credit Spreads könnte als chancenreicher Einstiegspunkt betrachtet werden, solange die Anlegerstimmung von der Überzeugung getragen wird, dass sich die Situation in wenigen Monaten und nicht erst in Jahren bessert. Leicht wird es aber nicht: Es wird eine Welle von Herabstufungen geben, es wurde bereits eine starke Zunahme „gefallener Engel“ verzeichnet, also von Unternehmen mit Investment Grade, die jetzt auf High Yield zurückgestuft wurden.

Die Aktienmärkte müssen herausfinden, wie die Ertragsentwicklung aussieht. Der aktuelle nominale Forecast für den Gewinn pro Aktie (EPS) wird vermutlich schlechter ausfallen als bisher. Die Entwicklung von Aktien im weiteren Jahresverlauf wird davon abhängen, wo sich die Gewinnzahlen der Unternehmen einpendeln und wie die ersten Geschäftsberichte aussehen.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus wird in den nächsten Wochen voraussichtlich steigen – vor allem in den USA. Das öffentliche Gesundheitswesen der Vereinigten Staaten hat sehr verzögert reagiert. Der dadurch ausgelöste wirtschaftliche Schock könnte sich noch in deutlich niedrigeren Aktienkursen niederschlagen.

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