Bedarf an Ausbildung hoch Berater wollen mehr Kundengelder in Privatmärkte investieren

Ralph Aerni (links), Leiter Kundenlösungen EMEA, und Steve Brennan, Leiter Private Wealth Lösungen bei Hamilton Lane.

Ralph Aerni (links), Leiter Kundenlösungen EMEA, und Steve Brennan, Leiter Private Wealth Lösungen bei Hamilton Lane. Foto: Hamilton Lane

Fast alle Kundenberater investieren für und mit ihren Kunden mittlerweile in den Privatmärkten. Das zeigt eine Umfrage des Investmentmanagers Hamilton Lane unter 230 Teilnehmern, dazu zählten auch Vermögensverwalter und Family Officer. Mehr als 90 Prozent der Befragten investieren derzeit bereits Kapital ihrer Kunden in Privatmärkte und 99 Prozent wollen in diesem Jahr einen Teil des Kundenportfolios in dieser Assetklasse allokieren.

Nachfrage nach Privatmärkten hält an

52 Prozent der Berater gaben an, dass sie mehr als 10 Prozent der Kundenportfolios in Private Market investieren wollen. Damit bestätigt laut Hamilton Lane die Umfrage den allgemeinen Branchentrend, nach dem das Interesse nicht-institutioneller Anleger an Privatmärkten stärker zunimmt. 70 Prozent der Berater planen, die Allokation ihrer Kunden in dieser Assetklasse im Vergleich zu 2023 zu erhöhen. Als Hauptgründe für das steigende Interesse an Privatmärkten nannten die Berater die Performance von Privatmarktanlagen sowie die Möglichkeit der Diversifizierung. 

Kunden haben wenig Kenntnis über Privatmärkte

Gefragt nach ihrem eigenen Wissen über Privatmärkte, gaben 97 Prozent der Berater an, entweder über fortgeschrittene (55 Prozent) oder mittlere (42 Prozent) Kenntnisse zu verfügen. Bei den Kunden ist das seltener der Fall.

Laut der Umfrage bestätigen die Berater zwar, dass ihre Kunden von den Vorteilen alternativer Investments überzeugt sind, aber möglicherweise sind sie nicht ausreichend über diese Asset-Klasse informiert. So stufen beispielsweise 50 Prozent der Berater das Wissen ihrer Kunden über Privatmarktanlagen als niedrig ein.

Trotz ihres großen Interesses an dieser Asset-Klasse fehlt es an Basiswissen. Lediglich 4 Prozent der Berater bewerten das Wissen ihrer Klientel als fortgeschritten, das heißt sie kennen sich gut mit der Anlageklasse aus und kennen Details, Trends und Produkte der Privatmärkte.

 

„Die Kernaussage der Umfrage lautet: Mit dem wachsenden Interesse an Private Markets geht ein deutlicher Bedarf an mehr Informationen und Aufklärung einher“, sagt Steve Brennan, Leiter Private-Wealth-Lösungen (Head of Private Wealth Solutions) bei Hamilton Lane. Er rechnet damit, dass bei zunehmendem Know-how und Vertrautheit über Privatmärkte der Wunsch nach einer höheren Allokation steigen wird.

Auf die Frage, welche Informationen und Tools die Berater im Umgang mit ihren Kunden als hilfreich erachten, nannten diese Ausbildung, Fachliteratur und Veranstaltungen als die drei wichtigsten Optionen, um das Wissen ihrer Kunden über die Asset-Klasse zu verbessern.

„Unsere Umfrage zeigt: Je mehr Informationsmöglichkeiten Berater ihren Kunden zur Verfügung stellen können, desto zielführender ist dies für beide Seiten“, ergänzt Ralph Aerni, Mitglied der Geschäftsführung von Hamilton Lane in Deutschland und Leiter Kundenlösungen EMEA (Head of Client Solutions EMEA).


Den vollständigen Bericht auf Englisch finden Sie hier.

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