Die Bertelsmann Stiftung stellt ihren Vorstand um: Daniela Schwarzer scheidet zum 30. Juni 2026 auf eigenen Wunsch aus dem Führungsgremium aus, Andreas Pinkwart folgt zum 1. Juli.
Schwarzer war seit Mai 2023 Vorständin und verantwortete mehrere Projekte zu den Themen Europa, Demokratie und nachhaltige Wirtschaft. Den Vorstand leitet künftig nach wie vor Brigitte Mohn als Vorsitzende, gemeinsam mit Wilhelm-Friedrich Uhr und Pinkwart.
Pinkwart ist ein ausgewiesener Fachmann für Wirtschaft, Innovation und Digitalisierung. Der 1991 an der Universität Bonn promovierte Ökonom wechselt aus dem Kuratorium der Stiftung, dem er seit 2023 angehört, in den Vorstand. Bis Ende Juni ist er noch Professor für Innovations- und Technologiemanagement an der TU Dresden; ab Oktober übernimmt er im Nebenamt eine Seniorprofessur für strategisches Unternehmertum an der Universität Bonn. In der nordrhein-westfälischen Landesregierung war er zweimal Minister: von 2005 bis 2010 für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, von 2017 bis 2022 für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.
Fokus auf Modernisierung
Vorstandsvorsitzende Brigitte Mohn betonte, Pinkwart verbinde wissenschaftliche Exzellenz mit der Umsetzung von Reformvorhaben. Pinkwart selbst erklärte, er wolle seine Erfahrung nutzen, um „Lösungsansätze für die dringend gebotene Modernisierung unseres Landes“ zu entwickeln. Die Bertelsmann Stiftung engagiert sich unter anderem in den Bereichen Bildung, Demokratie, Digitalisierung und europäische Zukunftsfragen. Reinhard Mohn gründete die gemeinnützige Organisation 1977.