Analysen zur Investmentsteuerreform, Teil 4
Für betriebliche Anleger kann die Steuerlast sinken
Seite 2 / 4
Im Folgenden werden zwei grundlegende Auswirkungen der Reform des Investmentsteuergesetzes auf die Gesamtbelastung von betrieblichen Anlegern beispielhaft dargestellt.
Rechenbeispiele zur Teilfreistellung
Der Investmentfonds mit einem Volumen von 10 Millionen Euro (NAV) investiert ausschließlich in inländische Aktien und generiert hieraus Dividendenerträge in Höhe von 600.000 Euro. Alternativ hält das Unternehmen die Aktien des Fonds im Wert von 10 Millionen Euro unmittelbar – und ohne Fondsvehikel – im Betriebsvermögen und erzielt ebenfalls Dividendenerträge in Höhe von 600.000 Euro.
Fall 1: Die Kapitalgesellschaft
Zunächst wird ein Investment betrachtet, welches über eine Kapitalgesellschaft gehalten wird. Die Dividendenerträge unterliegen in der Kapitalgesellschaft einer Körperschaft- und Gewerbesteuerbelastung von vereinfachend insgesamt 30 Prozent. Im ersten Schritt werden die Steuerwirkungen der unmittelbaren Anlage in Aktien über die Kapitalgesellschaft berechnet. Bei einem Direktinvestment beträgt die Gesamtbelastung im Ergebnis damit 180.000 Euro:
Werden die Anteile über einen Aktienfonds gehalten, ergibt sich für die Kapitalgesellschaft die folgende Gesamtbelastung:
Auf Ebene des Investmentfonds unterliegen die inländischen Dividendenerträge in Höhe von 600.000 Euro einem reduzierten Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15 Prozent. Daraus ergibt sich eine Steuerbelastung auf Ebene des Fonds in Höhe von 90.000 Euro.
Die Teilfreistellung ist für Zwecke der Gewerbesteuer lediglich zur Hälfte zu gewähren. Inklusive der Steuerbelastung auf Ebene des Fonds, reduziert sich die Gesamtbelastung aufgrund der Teilfreistellung bei einem mittelbaren Investment über einen Fonds damit auf 162.000 Euro gegenüber 180.000 Euro bei der Direktanlage.
Kostenloses Whitepaper: Das müssen Vermögensverwalter über die neue WpIG-Aufsicht wissen
Am 26. Juni tritt das neue Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) in Kraft. Für die meisten Finanzportfolioverwalter und Anlageberater endet dann die KWG-Ära – und mit ihr Regeln zur Kapitalausstattung, Vergütung und Geschäftsorganisation.
Was Sie jetzt wissen müssen.
So finden Sie schneller, was Sie suchen:
+
Ein führendes Pluszeichen gibt an, dass das betreffende Wort in jedem zurückgegebenen Datensatz vorhanden sein muss.
-
Ein führendes Minuszeichen gibt an, dass dieses Wort nicht in einem Datensatz vorhanden sein darf, der zurückgegeben wird.
~ Eine führende Tilde fungiert als Negationsoperator, d.h., der Anteil des Wortes an der Relevanz des Datensatzes wird negativ gewertet. Dies ist nützlich, um „Störungswörter“ zu kennzeichnen. Ein Datensatz, der ein solches Wort enthält, erhält eine geringere Relevanz als andere, wird aber – anders als bei - – nicht vollständig aus dem Ergebnis ausgeschlossen.
" Eine Such-Phrase, die in doppelte Anführungszeichen (‘"’) gesetzt ist, entspricht nur solchen Datensätzen, in denen diese Phrase wortwörtlich (d. h. wie eingegeben) vorkommt. Die Phrasensuche erfordert lediglich, dass bei passenden Datensätzen dieselben Wörter in genau der in der Phrase angegebenen Reihenfolge vorhanden sind.