Podcast Warum Ampega für einen Versicherer Milliarden verwaltet – und trotzdem kaum Aktien hält

Daniel Happ von Ampega spricht im Podcast „For Professional Investors Only“ über die Aktienquote und einen ungewöhnlichen Spitznamen

Daniel Happ von Ampega spricht im Podcast „For Professional Investors Only“ über die Aktienquote und einen ungewöhnlichen Spitznamen Bildquelle: Ampega / Montage: Edelstoff Media mit KI

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Versicherer gehören zu den größten Investoren überhaupt. Dennoch liegt die Aktienquote vieler Häuser lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Auch bei der Talanx-Gruppe, deren Vermögen von Ampega verwaltet wird, spielen Aktien nur eine untergeordnete Rolle.

Malte Dreher (r.), Herausgeber und Chefredakteur des private banking magazins,  im Gespräch mit Daniel Happ von Ampega.
Malte Dreher (r.), Herausgeber und Chefredakteur des private banking magazins, im Gespräch mit Daniel Happ von Ampega. 
Bildquelle: Malte Dreher

Für Daniel Happ, Leiter Aktien und Multi Asset bei Ampega, ist das kein Widerspruch. Versicherer müssten vor allem Stabilität gewährleisten und Risiken kontrollieren. Zudem erschweren regulatorische Vorgaben hohe Aktienquoten, da diese deutlich stärker mit Eigenkapital unterlegt werden müssen als Anleihen.

Deshalb setzt Ampega auf eine ausgeprägte Low-Beta-Strategie. Ziel sei es, die Schwankungen des Gesamtportfolios möglichst gering zu halten. Bei der Aktienauswahl stehen Faktoren wie Qualität, Stabilität, niedrige Volatilität und attraktive Dividenden im Vordergrund.

Allerdings geraten klassische Qualitätsstrategien zunehmend unter Druck. KI-Fantasien, spekulative Wachstumswerte und starke Marktrotationen hätten die vergangenen Jahre geprägt. Für Happ ist deshalb klar: Qualität müsse heute neu definiert werden. Starre Kriterien wie eine zehnjährige Gewinnstabilität reichten nicht mehr aus. Stattdessen müsse stärker auf strukturelle Wachstumsdynamiken und technologische Veränderungen geachtet werden.

Für Privatanleger hat Happ eine klare Botschaft: Wer noch nicht investiert ist, sollte beginnen. Wer bereits investiert ist, sollte investiert bleiben. Dabei empfiehlt er einen breit diversifizierten Core-Satellite-Ansatz mit ETFs oder Fonds als Kernanlage und gezielten Satelliteninvestments.

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