Der Bundesverband Alternative Investments (BAI) veröffentlichte seinen jährlichen Investor Survey 2025. Damit gibt der Verband zum zwölften Mal einen Einblick in die Private-Markets-Allokation deutscher institutioneller Investoren.
An der Umfrage beteiligten sich 107 institutionelle Investoren, die zusammen über 2,23 Billionen Euro an Vermögenswerten verwalten. Zusätzlich wurden 147 BAI-Mitgliedsunternehmen befragt, vorwiegend global operierende Asset Manager.
Alternative Investments als fester Portfoliobestandteil
Die Zahlen belegen die Bedeutung alternativer Anlagen: Diese machen durchschnittlich 30,31 Prozent des institutionellen Portfolios aus. Diese Quote bleibt im Vergleich zum Vorjahr stabil und unterstreiche laut den Verantwortlichen beim BAI die Relevanz der Assetklasse für professionelle Anleger. Berücksichtigt man die Größe der Investoren (Assets under Management), liegt der gewichtete Durchschnitt sogar bei 30,85 Prozent.
Die Zusammensetzung zeigt eine diversifizierte Allokation: Real Estate Equity führt mit 9,29 Prozent des Gesamtportfolios, gefolgt von Corporate Private Equity mit 6,13 Prozent und Infrastructure Equity mit 4,51 Prozent.
Durchschnittliche Alternative-Investments-Allokation im Detail
| Assetklasse | Allokation (% des Gesamtportfolios) |
|---|---|
| Real Estate Equity | 9,29% |
| Corporate Private Equity | 6,13% |
| Infrastructure Equity | 4,51% |
| Corporate Private Debt | 3,78% |
| Real Estate Debt | 1,10% |
| Infrastructure Debt | 1,10% |
| Other Alternatives | 0,99% |
| Venture Capital | 0,92% |
| Credit Specialities | 0,67% |
| Hedge Funds/Liquid Alternatives | 0,56% |
| Natural Capital | 0,33% |
| Other Real Assets | 0,31% |
| Commodities | 0,26% |
| ILS/Cat Bonds | 0,19% |
| Crypto Currencies & Tokenized Assets | 0,14% |
| Gesamt Alternative Investments | 30,31% |
Quelle: BAI Investor Survey 2025
Erfahrung und Expertise auf hohem Niveau
Die deutschen institutionellen Investoren verfügen über Expertise im Bereich Alternative Investments. In einer Selbsteinschätzung auf einer Skala von eins (Anfänger) bis sechs (Experte) stufen 61 Prozent ihre Teams auf den Stufen fünf oder sechs ein. Die Zahl der Markteinsteiger bleibt auf niedrigem Niveau stabil – nur 2,8 Prozent bezeichnen sich als Anfänger. Dies spiegelt die langjährige Erfahrung der DACH-Investoren in diesem Bereich wider.
Bemerkenswert ist laut der Studienautoren auch die fortschreitende Diversifikation: 70 Prozent der befragten Investoren sind in mindestens vier verschiedenen alternativen Assetklassen investiert. Ein Drittel der Investoren diversifiziert sogar über sieben oder mehr Assetklassen. Diese breite Streuung verdeutlicht das gestiegene Verständnis für die unterschiedlichen Rendite-Risiko-Profile innerhalb der alternativen Anlagen.
