Alternative Geldanlagen Was Anleger beim Impact Investing beachten sollten

Näherin im Kibera-Slum in Nairobi: Mikrokredite für Existenzgründungen sorgen hier für Arbeit und Verdienst im Meer der Wellblechhütten. | © Getty Images

Näherin im Kibera-Slum in Nairobi: Mikrokredite für Existenzgründungen sorgen hier für Arbeit und Verdienst im Meer der Wellblechhütten. Foto: Getty Images

2015 haben sich die 193 Mitglieds­taaten der Vereinten Nationen (UN) dazu verpflichtet, die dringendsten Probleme der Welt anzugehen. Mit der Agenda 2030 verabschiedeten sie 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, Sustainable Development Goals (SDG). Für zahlreiche Anleger dienen die SDG der Vereinten Nationen auch als gemeinsame Diskussionsgrundlage über sogenannte Impact Investing-Strategien. Dahinter verbirgt sich die Strategie, mit Anlagen in Entwicklungs- und Schwellenländern einen sozialen und ökologischen Nutzen zu stiften.

In der Tat lautet eine der Fragen, die Vermögensverwaltern im Impact Investing-Bereich am häufigsten gestellt wird: „Sind die Strategien an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ausgerichtet?“ Konkret wollen Investoren wissen, auf welche UN-Ziele in jeder Anlage eingegangen wird – ganz gleich, ob sich ihre Motivation auf interne Berichterstattungserfordernisse oder Überlegungen bei der Zusammenstellung von Portfolios zurückführen lässt.

Lassen wir jedoch die Diskussion über die Ziele bei der bloßen Orientierung enden, sehen wir die Gefahr, dass sie nur dem Namen nach erfüllt werden – es ihnen jedoch an Substanz und Tiefe mangelt. Deshalb wollen wir das Diskussionsniveau anheben und uns darauf konzentrieren, wie wir neue und bessere Ergebnisse erzielen können. Wir gehen davon aus, dass der Fokus auf die Definition und Messung konkreter Beiträge eine zentrale Erwägung bei der Beurteilung einer Impact-Strategie sein sollte.

Unser Ansatz beginnt mit der Frage darüber, wie individuelle Projekte im Bereich Impact Investing auf die Ziele der UN eingehen. Dabei richtet sich unsere Aufmerksamkeit sehr schnell darauf, wie wir zur Erreichung dieser Ziele beitragen können. Denn erst eine Untersuchung der spezifischen Ziele und Indikatoren, die den einzelnen SDGs zugrunde liegen, bringt eine klarere Verbindung zu den Zielen zum Vorschein. Das wiederum erhöht auch die Transparenz eines Portfolios und ermöglicht es Investoren, ihre Anlagen mit ihren eigenen Zielen abzugleichen.

Wie Anleger die Nachhaltigkeit ihrer Investments besser erkennen

Ob eine Anlage nach den SDG der UN ausgerichtet ist, ist eigentlich zweitrangig. Viel entscheidender ist eine genaue Definition und Messung ihrer konkreten Beiträge, bevor sich überhaupt Auswirkungen auf das Thema Nachhaltigkeit fassen lassen. Erst wenn Anleger ihren Betrachtungsschwerpunkt dahin verlagern, erhalten sie ein besseres Verständnis über die Nachhaltigkeit ihrer Anlagen.

Indem wir sicherstellen, dass Anlagen mindestens eine der folgenden fünf Maßnahmen beinhalten, können Investoren nachvollziehen, wie ihre Anlagen in Verbindung mit den UN-Zielen zu positiven Ergebnissen für Gesellschaft und Umwelt führen.