Alternative Anlagestrategien Der überwiegende Teil der Performance kommt 2018 vom Fondsmanager

Jerome Powell ist ab Februar 2018 neuer Chef der US-Notenbank: Seine Geldpolitik wird für eine erhebliche Wertentwicklungsstreuung bei Währungen sorgen  | © Getty Images

Jerome Powell ist ab Februar 2018 neuer Chef der US-Notenbank: Seine Geldpolitik wird für eine erhebliche Wertentwicklungsstreuung bei Währungen sorgen Foto: Getty Images

Einige wichtige Marktfaktoren sind zum Jahreswechsel an ihren Wendepunkt gelangt oder diesem nahe: Die globalen Zinsen stehen vor weiteren Anhebungen, die Aussagen der wichtigsten Zentralbanken weisen darauf hin. Zugleich gibt es Anhaltspunkte, dass die Zentralbanken mit der Rückführung ihrer üppigen quantitativen Lockerungsmaßnahmen in den kommenden sechs bis zwölf Monaten beginnen werden. Die Inflationserwartungen ziehen allmählich wieder an, angeführt durch das globale Wachstum, wobei sich auch Chinas Wirtschaft widerstandsfähig zeigt. Die von der Trump-Regierung vorgeschlagenen US-Steuerreformen stehen vor wichtigen Meilensteinen. Nicht zuletzt verlagern sich die Sorgen der Anleger allmählich von der Stärke des globalen Wachstums hin zu regionalen geopolitischen Risiken.

Wie wirken sich diese Entwicklungen auf Hedgefonds-Strategien aus? Die Vergangenheit hat gezeigt:  In einem solchen Umfeld konnten Hedgefonds-Manager die Wertentwicklung eines Portfolios, die ihrer Leistung und ihrem besonderen Know-how zuzuschreiben ist, also die Fonds-Performance Alpha, stets steigern, was insbesondere von steigenden Zinsen unterstützt wird.

Grafik 1: Im Durchschnitt konnten Manager von Alternativen Strategien in der Vergangenheit von höheren Zinsen profitieren
Hedgefonds-Alpha bei verschiedenen Renditen auf 10-jährige US-Staatsanleihen

Berechnung basierend auf einer 12 Monate vorausblickenden Betrachtung

Januar 1991 bis Oktober 2017

                                                Quelle: Bloomberg. Stand: 31.10.17 Alpha berechnet im Vergleich zum S&P 500 Index

Rückenwind für Global Macro

Global Macro stellt eine Strategie dar, bei der wir ein erhebliches Potenzial in aufkommenden konjunkturellen Trends erkennen. 2017 war für Global-Macro-Berater ein schwieriges Jahr: Die Verengung der Kredit-Spreads, gedämpfte Inflationserwartungen, eine beispiellose – und, wie wir meinen, nicht nachhaltige – lockere Geldpolitik sowie eine gewisse Selbstgefälligkeit der Anleger gegenüber geopolitischen Risiken begrenzten die Chancen für Global-Macro-Manager.

Zum Jahreswechsel eröffnen die geldpolitischen Maßnahmen der vier wichtigsten Zentralbanken – die US-Notenbank (Fed), die Europäische Zentralbank (EZB), die Bank of England (BoE) und die Bank of Japan (BoJ) – und einer Reihe weiterer Akteure Chancen für diskretionäre Macro-Manager. Wir beobachten eine erhöhte Fokussierung der Anleger auf die Politik der Zentralbanken. Infolgedessen könnten Währungen in den kommenden Monaten weiterhin für eine erhebliche Wertentwicklungsstreuung in diesem Umfeld sorgen.